"Miss Germany"-Finale: Zwei Finalistinnen mit Hidschab trotzen rassistischer Kritik
"Wir atmen auch durch die Nase" - "Miss Germany" mit Kopftuch - "Miss Germany"-Finale: Zwei Finalistinnen mit Hidschab trotzen rassistischer Kritik
"Miss Germany"-Wettbewerb krönt dieses Wochenende seine Siegerin – doch die Kontroverse ist schon da
Dieses Wochenende wird die neue "Miss Germany" gekürt, doch die Veranstaltung sorgt bereits im Vorfeld für Aufsehen. Zwei der neun Finalistinnen – beide mit Hidschab – sehen sich Kritik ausgesetzt, sie seien "nicht deutsch genug". Die Vorwürfe kommen, obwohl sich der Wettbewerb längst von einem klassischen Schönheitswettbewerb zu einer Plattform für zukünftige Führungskräfte und Unternehmerinnen gewandelt hat.
Unter den Finalistinnen sind Büsra Sayed und Amina Ben Bouzid, die sich öffentlich gegen den Rassismus stellen, dem sie begegnen. Beide bleiben entschlossen und sehen ihre Teilnahme als Chance, anderen Frauen mit ähnlichem Hintergrund Mut zu machen.
Der Wettbewerb hat sich längst von seinem früheren Fokus auf Äußerlichkeiten verabschiedet. Heute suchen die Veranstalter Frauen, die DAX-Konzerne leiten oder erfolgreiche Start-ups gründen könnten. Sieben der neun Finalistinnen besitzen bereits Führungspositionen oder führen eigene Unternehmen.
In der Kategorie "Female Founder" tritt Büsra Sayed mit ihrem Label für bescheidene Mode an. Abina Ntim vertritt eine Haarpflegemarke für afrotexturiertes Haar, während Amelie Reigl ein Biotech-Unternehmen leitet, das im Labor gezüchtete menschliche Haut entwickelt. In der Kategorie "Female Leader" ist Amina Ben Bouzid vertreten, die Frauen geführte Marken unterstützt, neben Anne Bäumler, die in einer Drogeriekette über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führt, und Paula Daub, Vertriebschefin eines Beauty-Tech-Start-ups. Stephie Braun, freiberufliche Fotografin und Verlagsgründerin von Kunstbüchern, komplettiert als "Female Mover" das Finalistenfeld.
Seit ihrer Nominierung sehen sich Sayed und Ben Bouzid einer Welle rassistischer und sexistischer Kommentare ausgesetzt – rund 90 Prozent stammen von Männern. Beide haben Alltagsrassismus bereits erlebt, doch das Ausmaß der Angriffe hat seit ihrer prominenten Rolle im Wettbewerb deutlich zugenommen.
Trotz der Kritik betonen sie ihren deutschen Hintergrund. Ben Bouzid stellt klar: "Wir sind deutsch!" Sayed bringt mit Humor Licht in die Debatte und kontert: "Und wir lüften auch ordentlich durch." Keine der beiden plant, zurückzuweichen. Im Gegenteil: Sie sehen ihre Teilnahme als Möglichkeit, Mädchen mit ähnlicher Geschichte den Weg zu ebnen.
Die neun Finalistinnen wurden aus über 2.600 Bewerberinnen ausgewählt. Neben Unternehmerinnen und Managerinnen zählen dazu eine Biologin und eine Pressesprecherin der Bundeswehr – ein Zeichen für den neuen Anspruch des Wettbewerbs, der Leistung über Äußerlichkeiten stellt.
Beim Finale von "Miss Germany" treten nun neun Frauen mit vielfältigen beruflichen Hintergründen an. Die Teilnahme von Sayed und Ben Bouzid bringt die anhaltende Debatte um Identität und Repräsentation in Deutschland auf den Punkt. Ihr Auftreten lenkt den Blick auf die Herausforderungen, denen Frauen mit Migrationshintergrund in der Öffentlichkeit begegnen.
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