Gespaltenes Mahnmal in Menden gedenkt ermordeter Sinti und Roma aus der NS-Zeit

Steve Hecker
Steve Hecker
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Ein Feld rechteckiger Betonplatten in verschiedenen Höhen, die in einem Gittermuster angeordnet sind, unter einem grauen Himmel.Steve Hecker

Gespaltenes Mahnmal in Menden gedenkt ermordeter Sinti und Roma aus der NS-Zeit

Neues Mahnmal in Menden ehrt Sinti und Roma als Opfer der NS-Verfolgung

In Menden wird am Montag, dem 9. März 2026, ein neues Mahnmal feierlich enthüllt, das an die ermordeten Sinti und Roma während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erinnert. Der zentrale Bestandteil der Gedenkstätte ist ein gespaltener Findling, der sowohl Trennung als auch Verbindung symbolisiert. Das Denkmal stellt einen bedeutenden Beitrag der Stadt dar, um die Erinnerung an die Opfer des Holocaust wachzuhalten.

Das Mahnmal besteht aus einem großen, in zwei Teile geteilten Findling. Daneben informiert eine kleine Stele mit QR-Code Besucherinnen und Besucher über historische Hintergründe und Details zur Verfolgung.

Die Enthüllungsfeier beginnt um 17:00 Uhr mit einem Gottesdienst in der St.-Vinzenz-Kirche, geleitet von Pastor Jürgen Senkbeil. Im Anschluss findet die offizielle Weihe auf dem Kirchplatz statt. Roman Franz, Vorsitzender des Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma in Nordrhein-Westfalen, wird eine Rede halten und dabei an das Leid der rund 500.000 Sinti und Roma erinnern, die unter dem NS-Regime verfolgt wurden.

Bürgermeisterin Manuela Schmidt wird die Gäste begrüßen und die Bedeutung des Mahnmals für Mendens wachsende Erinnerungskultur betonen. Als Ehrengast wird Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Nordrhein-Westfalens, an der Veranstaltung teilnehmen.

Das Denkmal gedenkt insbesondere der 46 Sinti aus Menden, die im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ermordet wurden – darunter viele Mütter und 23 Kinder, darunter sechs Säuglinge, die in die Hände des Lagerarztes Josef Mengele fielen.

Seit 2024 haben auch zwölf weitere Städte in Nordrhein-Westfalen – darunter Dortmund, Duisburg und Bielefeld – Gedenkstätten oder Initiativen ins Leben gerufen, um der verfolgten und ermordeten Sinti und Roma zu gedenken, wie aus Kulturberichten des Landes bis Anfang 2026 hervorgeht.

Das neue Mahnmal steht als dauerhafte Mahnung an die Gräueltaten, die Sinti und Roma in der NS-Zeit erlitten. Es reiht sich ein in eine landesweite Bewegung in Nordrhein-Westfalen, die das Andenken an die Verfolgten und Ermordeten bewahrt. Die Feierstunde am 9. März wird seinen Platz in Mendens Landschaft der Erinnerung offiziell besiegeln.

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