Markus W. wartet vergeblich auf Ofarims Entschädigung – während der Sänger 400.000 Euro kassiert

Nadeshda Sölzer
Nadeshda Sölzer
2 Min.
Eine alte Werbung für ein deutsches Hotel, das ein zweistöckiges Gebäude mit rotem Dach, weißen Wänden und einem großen Fenster im zweiten Stock zeigt, mit fetter Schrift und einem dekorativen Rahmen.Nadeshda Sölzer

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Markus W. wartet vergeblich auf Ofarims Entschädigung – während der Sänger 400.000 Euro kassiert

Markus W., der Leipziger Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich vom Sänger Gil Ofarim des Antisemitismus beschuldigt wurde, wartet noch immer auf die vereinbarte Entschädigung. Ofarim hatte sich in einem außergerichtlichen Vergleich zur Zahlung von 20.000 Euro verpflichtet, doch die Summe blieb bisher aus – obwohl der Musiker kürzlich durch einen Auftritt in einer Reality-Show rund 400.000 Euro verdiente. Unterdessen wächst die öffentliche Unterstützung für W.: Eine Spendenkampagne soll ihm nun finanziell unter die Arme greifen.

Der Fall begann im Oktober 2021, als Ofarim W. vorwarf, ihm im Leipziger Westin Hotel wegen seines Davidstern-Kettchens den Zutritt verweigert zu haben. Anfangs erntete W. massive Kritik und wurde als Antisemit gebrandmarkt. Doch im Laufe der Zeit widerlegten Ermittlungen, Zeugenaussagen und ein videotechnisches Gutachten Ofarims Vorwürfe.

Im November 2023 gestand Ofarim vor Gericht, dass seine Anschuldigung falsch gewesen war. Er verpflichtete sich zur Zahlung von 20.000 Euro und veröffentlichte eine öffentliche Entschuldigung. Fast ein Jahr später steht die Auszahlung jedoch noch aus. Ofarims Anwalt begründete dies damit, dass die Summe erst überwiesen werde, sobald der Sänger über ausreichend liquide Mittel verfüge – obwohl er kürzlich durch seine Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! etwa 400.000 Euro einnahm, darunter 100.000 Euro Siegprämie.

Mittlerweile hat eine Social-Media-Persönlichkeit eine Spendenaktion für W. ins Leben gerufen und verspricht volle Transparenz bei der Weitergabe der Gelder. W. plant, das Geld auf mehrere Weise zu verwenden: Er will die Organisation HateAid, die sich gegen Hass im Netz engagiert, unterstützen, an die Leipziger Initiative Minilöwen (eine Hilfsorganisation für Frühchen und kranke Neugeborene) spenden und sich Zeit mit seiner Familie nehmen.

Während W. weiter auf die zugesagte Entschädigung wartet, wachsen öffentliche Solidarität und finanzielle Unterstützung. Die Spendenkampagne spiegelt einen Stimmungswandel wider: Immer mehr Menschen sehen in ihm das unschuldig geschädigte Opfer. Sobald die Gelder eingegangen sind, wird die Influencerin die Verteilung dokumentieren, um für vollständige Nachvollziehbarkeit zu sorgen.

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