Artenschutz in Gefahr: Juristische Schritte gegen Amprion-Bauarbeiten in Osterath
Artenschutz in Gefahr: Juristische Schritte gegen Amprion-Bauarbeiten in Osterath
Bedrohungen für den Artenschutz bei Amprion-Bauarbeiten in Osterath führen zu juristischen Schritten
Die Aktionsgemeinschaft Meerbusch für Tierrechte und Naturschutz hat über ein Jahr lang untersucht, ob bei den Bauarbeiten des Netzbetreibers Amprion in Osterath die gesetzlich vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen für Amphibien eingehalten wurden. Ihre Erkenntnisse – darunter Lücken in Schutzumzäunungen und fehlende Laichgewässer – haben die Gruppe nun veranlasst, rechtliche Schritte einzuleiten.
Seit 2023 beobachtet die Initiative die Baustelle in Osterath. Im Fokus stand die Frage, ob das Unternehmen und die Untere Naturschutzbehörde (UNB) ihre Verpflichtungen zum Schutz gefährdeter Arten erfüllt haben, insbesondere beim Kreuzkröten-Bestand – einer streng geschützten Amphibienart und einer der am stärksten bedrohten Arten Mitteleuropas.
Zwischen Ende Juni 2023 und November 2025 dokumentierten die Aktivist:innen Mängel am Amphibien- und Reptilienschutzzaun. Zwar behauptete Amprion, die Barriere sei bis zum 31. März 2023 fertiggestellt worden, doch die Aufzeichnungen der Gruppe zeigen, dass sie bis vor kurzem unvollständig blieb. Zudem blieben Zugangstore nachts geöffnet, sodass Amphibien auf das Gelände gelangen konnten.
Weitere Kritikpunkte betreffen fehlende Laichhabitate. Im vorgesehenen Ausgleichsgebiet im Süden Osteraths wurden keine neuen Mulden oder Senken für die Kreuzkröte angelegt. Auch in der Nähe der Konverterstation entstanden keine temporären Gewässer, um den Verlust von Laichplätzen des Kammmolchs auszugleichen.
Die Gruppe wandte sich wiederholt an Amprion und die UNB, erhielt jedoch keine zufriedenstellenden Antworten. Als sie Unterlagen anforderte, übergab die Behörde einen stark geschwärzten Bericht – von acht Seiten waren siebeninhalb unleserlich gemacht, einschließlich aller Fotos. Eine Überprüfung, ob die eigenen Feststellungen mit den offiziellen Aufzeichnungen übereinstimmten, war damit unmöglich. Seither streiten Amprion und die UNB darüber, wer für die Schwärzungen verantwortlich ist.
Angesichts der ausbleibenden Transparenz hat die Aktionsgemeinschaft nun eine Umweltrechtsanwältin beauftragt. Diese wird einen förmlichen Antrag an die UNB stellen und Aufklärung sowie Konsequenzen für die mutmaßlichen Versäumnisse beim Artenschutz fordern.
Der rechtliche Schritt der Meerbuscher Gruppe folgt auf monatelange unbeantwortete Fragen zum Amphibienschutz in Osterath. Ohne genehmigte Laichgewässer und ordnungsgemäß gesicherte Zäune seien die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen nicht erfüllt, argumentiert die Initiative. Der Antrag an die UNB soll klären, ob weitere Schritte nötig sind, um die Defizite zu beheben.
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