Grenzgänge zwischen Kunst und Spiritualität: Koblenz feiert ungewöhnlichen Gottesdienst
Grenzgänge zwischen Kunst und Spiritualität: Koblenz feiert ungewöhnlichen Gottesdienst
Einzigartiger Gottesdienst zwischen Kunst, Musik und Reflexion in Koblenz
Diese Woche fand in Koblenz ein ungewöhnlicher Gottesdienst statt, der Kunst, Musik und Besinnung verband. Lokale Kulturschaffende – darunter Musiker, Schauspieler und religiöse Würdenträger – gestalteten die Veranstaltung gemeinsam. Im Anschluss eröffnete der Bund Bildender Künstler Mittelrhein (BBK) im Künstlerhaus Metternich eine Ausstellung.
Die Feier wurde von Superintendent Rolf Stahl und Dechant Thomas Darscheid geleitet. Organist Joachim Aßmann begleitete den Gottesdienst musikalisch, während Theaterensembles und Chöre aus Koblenz mitwirkten. Im Inneren der Kirche setzte sich Barbara Gröbls Installation "Mensch" mit menschlicher Verletzlichkeit und Widersprüchlichkeit auseinander.
Professor Wolf-Andreas Liebert hielt einen Vortrag über das Wortspiel "ersöchpferisch" – eine Verbindung aus Erschöpfung und Schöpferkraft. Er bezog es auf den modernen Zwang zur Selbstoptimierung und analysierte Sigmund Freuds Konzept des "prothetischen Gottes", wobei er Parallelen zur heutigen technologischen und politischen Landschaft zog.
Die Veranstaltung reiht sich in einen bundesweiten Trend ein: In den letzten Jahren haben Ausstellungen und Performances in Deutschland vermehrt Themen wie Sterblichkeit und Trauer aufgegriffen. Zwar gab es bisher keine direkten Auseinandersetzungen mit "ersöchpferisch", doch ähnliche Projekte – etwa die Berliner Ausstellung "Tod und Sterben" (2023) oder die Münchner Performance-Reihe "Lebensenden" (2024) – haben öffentliche Debatten über Suizid und künstlerische Trauerbewältigung angestoßen. Die BBK-Ausstellung im Künstlerhaus Metternich bleibt bis Sonntag, den 15. März 2026, geöffnet.
Die Zusammenarbeit brachte Koblenzer Kultur- und Religionsvertreter in einer gemeinsamen Erkundung von Kreativität und menschlichen Grenzen zusammen. Die begleitende Ausstellung lädt Besucher ein, sich bis Mitte März mit diesen Themen auseinanderzusetzen. Weitere Veranstaltungen zu diesem Komplex sind derzeit nicht geplant.
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