Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Jülich und Berlin

Nadeshda Sölzer
Nadeshda Sölzer
2 Min.
Ein Mann in einem weißen Anzug trägt einen gelben Eimer mit einem radioaktiven Symbol, umgeben von maskierten Individuen mit Taschen, mit Gebäuden, Laternenmasten und Fahnen im Hintergrund.Nadeshda Sölzer

Neuer Protest gegen Castor-Transport von Atommüll in Ahaus - Hunderte protestieren in Ahaus gegen geplante Atommüll-Transporte aus Jülich und Berlin

Rund 450 Menschen versammelten sich am Wochenende in Ahaus, um gegen geplante Transporte von atomarem Abfall zu protestieren. Im Mittelpunkt der Demonstration standen anstehende Lieferungen von nuklearem Material aus dem Forschungszentrum Jülich sowie weitere Transporte aus Garching und Berlin. Organisiert wurde die Kundgebung von einem breiten Bündnis aus 58 Gruppen, darunter Klimaaktivisten, Kirchen und politische Parteien.

Die Proteste richteten sich insbesondere gegen den Transport von 152 Castor-Behältern vom Forschungszentrum Jülich zu einem Zwischenlager in Ahaus. Auch Transporte aus Garching und Berlin sind vorgesehen, wobei die genauen Mengen für diese Routen noch nicht bekannt gegeben wurden. Kritiker monieren, dass die Verlegung von Atommüll zwischen provisorischen Lagern wenig sinnvoll sei, solange keine dauerhafte Endlagerlösung existiert.

Aktivisten warnten während der Veranstaltung, dass der erste Transport aus Jülich bereits ab dem 26. März beginnen könnte. Viele äußerten Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsrisiken und des Fehlens einer langfristigen Strategie für die Lagerung des radioaktiven Materials. Die Demonstration unterstrich den anhaltenden Widerstand gegen die Atommüll-Logistik in der Region.

Der Protest in Ahaus vereinte ein breites Spektrum an Gegnern der geplanten Transporte. Da bisher kein Endlager in Betrieb genommen wurde, sorgt die Verbringung des Abfalls zwischen Zwischenlagern weiterhin für Kontroversen. Die Behörden haben bisher keinen verbindlichen Starttermin für die Transporte bestätigt.

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