Deutsche Frau soll IS-Terroristen mit Spenden und Solidaritätskampagnen unterstützt haben

Steve Hecker
Steve Hecker
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Eine Gruppe deutscher Gefangener aus Messines steht vor einem Gebäude unter einem klaren blauen Himmel, mit Text am unteren Bildrand.Steve Hecker

Aufrufe für inhaftierte IS-Mitglieder: Deutscher Sympathisant angeklagt - Deutsche Frau soll IS-Terroristen mit Spenden und Solidaritätskampagnen unterstützt haben

Eine Deutsche steht unter dem Vorwurf, den "Islamischen Staat" (IS) unterstützt zu haben, indem sie eine Hilfsinitiative für inhaftierte IS-Mitglieder organisierte. Die seit September in Untersuchungshaft befindliche Nadine D. soll Gelder gesammelt und Solidaritätskampagnen für inhaftierte IS-Anhänger koordiniert haben. Den Ermittlern zufolge reichen ihre Aktivitäten mindestens bis ins Jahr 2019 zurück.

Die Bundesregierung wirft Nadine D. vor, einer verbotenen terroristischen Vereinigung materielle Unterstützung geleistet zu haben. Über mehrere Jahre hinweg habe sie Sympathisanten dazu aufgerufen, Briefe, Fotos und ermutigende Botschaften an inhaftierte IS-Kämpfer zu schicken. Im Rahmen der Initiative seien zudem fast 15.000 Euro an Spenden eingeworben worden, die an Gefangene oder deren Angehörige weitergeleitet wurden.

Die 42-Jährige war im September in Düsseldorf festgenommen worden und befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Ihr Fall reiht sich in eine Reihe ähnlicher Verfahren in Deutschland ein: Seit 2021 wurden rund 25 Personen oder Gruppen wegen der Unterstützung ausländischer Terrororganisationen angeklagt oder ermittelt. Besonders betroffen sind Nordrhein-Westfalen mit zwölf und Bayern mit acht Fällen.

Die Staatsregierung geht davon aus, dass Nadine D.s Handeln über reine humanitäre Hilfe hinausging. Durch die Ermöglichung von Kommunikation und finanziellen Zuwendungen habe sie gezielt die Moral und die Ressourcen von IS-nahen Häftlingen gestärkt, so der Vorwurf.

Im Prozess wird nun geprüft, ob ihre Tätigkeiten als illegale Terrorunterstützung zu werten sind. Bei einer Verurteilung droht ihr eine mehrjährige Haftstrafe nach den deutschen Antiterrorgesetzen. Der Fall unterstreicht zudem die anhaltenden Bemühungen der Behörden, Netzwerke zu zerschlagen, die von Deutschland aus extremistische Gruppen fördern.

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