Abschied mit Popcorn-Knall: Die taz feiert ihr Print-Zeitalter zu Ende
Abschied mit Popcorn-Knall: Die taz feiert ihr Print-Zeitalter zu Ende
Die taz hat das Ende ihrer werktäglichen Printausgaben mit einer lebhaften Abschiedsfeier in ihrer Berliner Zentrale gefeiert. Die unter dem Motto Seitenwende stehende Veranstaltung zog Scharen von Mitarbeitenden, Gästen und neugierigen Schaulustigen an – manche noch mit der max frisch gedruckten letzten Freitagsausgabe in der Hand.
Der Abend begann mit Reden der Chefredakteurinnen Barbara Junge und Ulrike Winkelmann, die auf die 45-jährige geschichte der Zeitung zurückblickten. Auch der Bundestagsvizpräsident Omid Nouripour von den Grünen sprach zu den Anwesenden und betonte den Einfluss der taz – deren Berichterstattung seit 1982 mindestens 476 Mal im Parlament zitiert wurde.
Die Stimmung war eine Mischung aus Feierlaune und Wehmut. Die Geschäftsführung beschrieb die Gefühle des Teams als Erleichterung, Erschöpfung, Stolz und sogar eine gewisse letzte Fassungslosigkeit. Doch die Feier nahm eine unerwartete Wendung, als eine Popcornmaschine im Innenhof explodierte und die Gäste in die überfüllte Kantine flüchteten.
In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Belegschaft der taz stark verändert: Die Zahl der Printredakteur:innen sank von etwa 200 auf 120, während das Digitalteam von 80 auf 150 Mitarbeiter:innen wuchs. Die letzte frisch gedruckten Ausgaben wurden zum Mittelpunkt des Abends. Während DJs Ton Steine Scherben auflegten, stieß das Publikum auf das Ende einer Ära an – auch wenn viele hungrig blieben, denn das versprochene Essen ging früh aus.
Die letzte werktägliche Printausgabe ist von der Presse gerollt und schließt damit ein Kapitel der taz-Geschichte. Mit einem gestärkten Digitalteam und Jahrzehnten politischer Wirkung widmet sich die Zeitung nun voll und ganz dem Online-Journalismus. Das Chaos und die Kameradschaft der Feier spiegelten den unkonventionellen Geist der taz wider – einer, der in neuer Form weiterleben wird.
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