07 May 2026, 20:15

Stadt plant Straßenprojekte: Radwege gestoppt, Busse finanziert und Sanierungen verschoben

Gebäude mit wenigen Menschen, die Fahrrad fahren.

Stadt plant Straßenprojekte: Radwege gestoppt, Busse finanziert und Sanierungen verschoben

Ausschuss für Mobilität und Verkehr berät über zentrale Straßenprojekte der Stadt

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In seiner jüngsten Sitzung hat der Ausschuss für Mobilität und Verkehr wichtige Straßenbauvorhaben in der Stadt begutachtet. Dabei wurden mehrere Beschlüsse gefasst, darunter die Finanzierung von Busverbindungen, Verzögerungen bei Radwegprojekten sowie Anpassungen an Hauptverkehrsadern wie der Paffrather Straße und der Leverkuser Straße. Personalengpässe und rechtliche Hürden prägten die Diskussionen zusätzlich.

Für den Ersatzverkehr der Linie S11 bewilligte der Ausschuss 200.000 Euro aus dem städtischen Notfallhaushalt. Die Mittel sind jedoch an Auflagen gebunden, deren Details in der Sitzung nicht näher erläutert wurden.

Der geplante Radweg auf dem Hasenweg in Refrath wurde vorerst gestoppt, nachdem das Verwaltungsgericht Köln das Vorhaben blockiert hatte. Als Begründung führte das Gericht unzureichende Verkehrsuntersuchungen an. Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda kündigte eine Prüfung des Urteils an, betonte jedoch, dass die Arbeiten vorerst nicht fortgesetzt würden.

Bei der Paffrather Straße müssen die Planer künftig geschützte Radspuren in die Neugestaltung einbeziehen. Die Sanierung der Leverkuser Straße soll hingegen erst im späten Jahr 2027 beginnen, wobei die Bauarbeiten in der zweiten Jahreshälfte anlaufen sollen.

Die CDU schlug Änderungen an der Straße «Auf der Kaule» in Refrath vor, um die Zufahrt für Lkw zu verbessern. Ihr Konzept sieht eine Verbreiterung der Fahrbahn sowie die Aufhebung der bisherigen Einbahnregelung vor.

Auch Personalmangel war Thema der Sitzung: Derzeit ist nur eine einzige Kraft für die statische Verkehrssteuerung zuständig, was zu Verzögerungen bei nicht dringenden Straßeninstandhaltungsarbeiten führt. Der Ausschuss erkannte das Problem an, kündigte jedoch keine Sofortmaßnahmen an.

Abschließend wurde das Maßnahmenprogramm 2026–2028 verabschiedet, wobei der Fokus auf den für 2026 geplanten Projekten liegt.

Fazit der Sitzung: Es gibt Mittel für Busverbindungen, eine Unterbrechung beim Radweg Hasenweg sowie Anpassungen an anstehenden Baumaßnahmen. Personalengpässe und rechtliche Rückschläge könnten sich jedoch auf die Umsetzung künftiger Vorhaben auswirken. Die nächsten Schritte des Ausschusses hängen von weiteren Prüfungen und Haushaltsentscheidungen ab.

Quelle