Solingen bewilligt Notfallhilfe für marode Eishalle – doch die Zukunft bleibt ungewiss
Nadeshda SölzerSolingen bewilligt Notfallhilfe für marode Eishalle – doch die Zukunft bleibt ungewiss
Der Finanzausschuss von Solingen hat Notfallmittel in Höhe von 82.234 Euro für die Behebung dringender Sicherheitsmängel in der städtischen Eishalle bewilligt. Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem die Anlage aufgrund ihres zunehmenden Verfalls und der finanziellen Belastung für den Betreiber immer größere Sorgen bereitet. Die lokale Wählervereinigung SG zukunft. begrüßt den Schritt, stellt jedoch die langfristigen Auswirkungen infrage.
Die Notfallgelder sollen akute Gefahren beseitigen und den Betrieb der Halle aufrechterhalten. SG zukunft. argumentiert jedoch, dass der Betreiber bereits mit Kosten kämpft, die durch den schlechten Bauzustand verursacht werden und außerhalb seines Einflusses liegen. Die Vereinigung kritisiert die Stadt, weil diese bisher keine detaillierte bauliche und technische Prüfung der Anlage vorgenommen habe.
Eine umfassende Sanierung könnte bis zu 4,8 Millionen Euro kosten – ein Vielfaches der aktuellen Mittel. SG zukunft. zweifelt daran, ob die neu bewilligten Gelder in eine nachhaltige Langzeitstrategie eingebettet sind. Um für mehr Transparenz zu sorgen, plant die Gruppe, der Stadtverwaltung eine Liste mit Fragen zur aktuellen Situation der Eishalle und den künftigen Finanzbedarfen vorzulegen.
Ziel der Vereinigung ist es zudem, sicherzustellen, dass Steuergelder sinnvoll eingesetzt werden. Langfristig strebt sie eine finanziell tragfähige Lösung an, um die Eishalle als Gemeinschaftseinrichtung zu erhalten.
Während die Notfallmittel kurzfristig Abhilfe schaffen, bleibt die Zukunft der Eishalle ungewiss. Weitere Investitionen werden nötig sein, um den langfristigen Betrieb zu sichern. Die Stadt steht nun unter Druck, ihre Pläne offenzulegen und darzulegen, wie die Mittel wirksam eingesetzt werden sollen.






