Konzerttickets: Warum der Kauf auf dem Zweitmarkt immer riskanter wird
Steve HeckerKonzerttickets: Warum der Kauf auf dem Zweitmarkt immer riskanter wird
Konzerttickets kaufen wird riskanter – Fans greifen auf Zweitmärkte zurück und zahlen oft drauf oder fallen auf Betrug herein
Der Kauf von Konzerttickets ist riskanter geworden, da Fans bei ausverkauften Veranstaltungen zunehmend auf den Zweitmarkt ausweichen. Viele zahlen am Ende weit mehr als den ursprünglichen Preis – oder werden sogar Opfer von Betrügereien. Neue Regeln und Hilfsmittel sollen Käufer nun vor überteuerten Preisen und betrügerischen Verkäufen schützen.
Hohe Nachfrage nach beliebten Konzerten führt oft zu schnellem Ausverkauf. Wenn die offiziellen Tickets vergriffen sind, wenden sich Fans häufig an Weiterverkaufsplattformen, wo die Preise weit über den Vorverkaufskosten liegen können. Um Käufern überhöhte Preise aufzuzeigen, müssen Ticketportale nun sowohl den Originalpreis als auch den Verkaufspreis des Anbieters angeben.
Auch personalisierte Tickets sind mittlerweile Standard. Diese berechtigen nur die namentlich genannte Person zum Einlass, die am Veranstaltungsort einen passenden Ausweis vorlegen muss. Wer ein solches Ticket mit falschem Namen auf dem Zweitmarkt erwirbt, riskiert die Abweisung an der Tür. Ein weiteres wachsendes Problem ist der Verkauf gefälschter Tickets für gar nicht existierende Events – die Fans bleiben dann auf ihren Kosten sitzen.
Falls ein Veranstaltungstermin erst nach dem Ticketverkauf feststeht, gelten dennoch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Veranstalters. Wer unwissentlich gefälschte Tickets kauft, hat rechtliche Möglichkeiten: Verbraucher können den Vertrag anfechten und vom Verkäufer eine Rückerstattung verlangen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen bietet Beratung zu diesen Risiken an, während ein interaktives Ticket-Tool der Verbraucherzentralen erste rechtliche Einschätzungen und Musterbriefe für Streitfälle liefert.
Fans haben nun bessere Informationen und rechtliche Unterstützung bei Ticketproblemen. Zweitmarktplattformen müssen Originalpreise anzeigen, und personalisierte Tickets verringern das Risiko ungültiger Weiterverkäufe. Wer auf Betrug stößt, kann über offizielle Kanäle versuchen, sein Geld zurückzuerhalten.






