Kölner Helios-Schule: Eröffnung verzögert sich bis 2027 durch Bauprobleme und Kostenexplosion
Folker RoggeKölner Helios-Schule: Eröffnung verzögert sich bis 2027 durch Bauprobleme und Kostenexplosion
Eröffnung der Kölner Helios-Schule um drei Jahre verschoben
Die Eröffnung der Kölner Helios-Schule verzögert sich um drei Jahre – von ursprünglich 2024 auf 2027. Steigende Kosten und Baustellenprobleme zwingen die Schülerinnen und Schüler weiterhin in Provisorien, während die Stadt neue Mängel am Gebäude prüft.
Erstmals gerieten die Bauarbeiten im vergangenen Jahr ins Stocken, als die Stadt den Vertrag mit der Fassadenbaufirma kündigte. Schwerwiegende Mängel bei der Ausführung veranlassten die Verantwortlichen, einen unabhängigen Gutachter mit der Prüfung der gesamten Außenhülle zu beauftragen. Später traten zusätzliche Probleme bei der Heizung, Lüftung und Elektrik auf, was schließlich zum Austausch des Fachplaners für die Gebäudetechnik führte.
Die neuen technischen Pläne für Mess- und Regelungstechnik sind mittlerweile fünfmal detaillierter als ursprünglich vorgesehen. Diese Änderungen haben die Kosten von 92 Millionen auf 157 Millionen Euro hochschnellen lassen. Während die Verzögerungen anhalten, sind die Schülerinnen und Schüler weiterhin auf drei provisorische Standorte verteilt.
Verärgerte Eltern organisieren für November eine Protestaktion. Sie fordern die Stadt auf, die Bildung Priorität einzuräumen und einen verbindlichen Zeitplan für den Umzug in die fertige Schule vorzulegen. Die Situation wird zudem in der Sendung „Lokale Zeit aus Köln“ thematisiert, die am 22. Oktober 2025 um 19:30 Uhr ausgestrahlt wird.
Der Neubau der Helios-Schule bleibt unter kritischer Beobachtung, da Prüfer weiterhin nach weiteren Baumängeln suchen. Angesichts explodierender Kosten und verschobener Fristen muss die Stadt nun sowohl die technischen Pannen als auch den wachsenden Druck der Familien bewältigen. Eine endgültige Entscheidung über das weitere Vorgehen steht noch aus.






