Hagener Apotheken streiken für dringende Reformen und faire Bezahlung
Steve HeckerHagener Apotheken streiken für dringende Reformen und faire Bezahlung
Apothekenbesitzer in Hagen gehen in den Streik: Am 23. März 2024 bleiben alle 27 Filialen geschlossen. Mit der eintägigen Aktion wollen sie Gesundheitsministerin Nina Warken zum Handeln zwingen – endlich soll die seit Langem versprochene Apothekenreform umgesetzt werden. Nur die bereithaltende Victoria-Apotheke bleibt für Notfälle geöffnet.
Der Protest ist Ausdruck monatelanger Frustration über festgefahrene Verhandlungen. Die Inhaber fordern höhere Festzuschläge pro Packung sowie ein Ende dessen, was sie als Doppelstandards der Krankenkassenvertreter bezeichnen. Diese hätten sich selbst Gehaltsforderungen gestellt, gleichzeitig aber Lohnerhöhungen für Apotheker blockiert.
Anders als bei einer früheren Demonstration im November 2023, als sich 3.500 Apotheker aus ostdeutschen Bundesländern wie Brandenburg, Sachsen und Thüringen in Dresden gegen Kürzungen wandten, geht es diesmal um konkrete Verbesserungen. Die Rathaus-Apotheke von Dr. Christian Fehske beteiligt sich am Hagen-weiten Streik; Mitarbeiter aller 27 Standorte werden sich zudem zu einer Kundgebung in Düsseldorf versammeln.
Das Ziel ist klar: Ministerin Warken soll vor weiteren Arbeitsniederlegungen zum Handeln bewegt werden. Die Besitzer betonen, sie wollten Lösungen – nicht endlose Auseinandersetzungen.
Mit 26 geschlossenen Apotheken in Hagen ist die Botschaft unübersehbar. Der Protest macht auf gebrochene Versprechen und die finanzielle Belastung der lokalen Apotheken aufmerksam. Nun wartet die Branche auf eine Reaktion der Gesundheitsministerin – um eine Eskalation zu vermeiden.






