Weiße Ellipsen auf Straßen halbieren Motorradunfälle in Deutschland und Österreich
Steve HeckerWeiße Ellipsen auf Straßen halbieren Motorradunfälle in Deutschland und Österreich
Neue Straßenmarkierungen reduzieren Motorradunfälle in Deutschland und Österreich
Einfache weiße Ellipsen, die auf enge Kurven aufgemalt werden, helfen Motorradfahrern, Kurven sicherer zu durchfahren – und senken so die Unfallzahlen. Tests zeigen, dass diese Markierungen an besonders gefährlichen Stellen die Unfallhäufigkeit teils um mehr als die Hälfte verringern.
Die Idee wurde zunächst auf Deutschlands Panoramastraße (L218) erprobt. Seit die elliptischen Markierungen dort aufgebracht wurden, gab es keine schweren Motorradunfälle mehr. Das Design bremst Fahrer vor Kurven ab und hält sie auf der richtigen Spur.
In Österreich sind die Erfolge noch deutlicher: An acht Unfallschwerpunkten gingen die Verletzungen durch Stürze um 42 Prozent zurück. Werden die Daten des Jahres einbezogen, in dem die Markierungen erstmals aufgebracht wurden, liegt die Reduktion sogar bei etwa 56 Prozent.
Deutschland führt die Markierungen nun flächendeckend ein. Bis Ende 2024 sollen rund 1.200 Kilometer an Bundes- und Landesstraßen damit ausgestattet sein. Vorreiter sind Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Verkehrsminister Oliver Krischer kündigte kürzlich an, dass auch zwei weitere Strecken im Kreis Euskirchen bald die Markierungen erhalten.
Die RWTH Aachen untersucht derzeit ihre Wirkung. Mit Wärmebildkameras und KI analysieren Forscher, wie Motorradfahrer auf die gemalten Leitlinien reagieren.
Die elliptischen Markierungen bieten eine kostengünstige Lösung, um die Sicherheit auf kurvenreichen Straßen zu erhöhen. Da es auf der L218 keine schweren Unfälle mehr gab und Österreich deutliche Rückgänge verzeichnet, gelten sie als bewährtes Mittel. Immer mehr Regionen setzen das System nun ein, um Motorradfahrer in Risikobereichen besser zu schützen.






