19 March 2026, 12:13

Moers würdigt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bürgermeisterin als Schirmherrin

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer jüdischen Synagoge in New York City mit Treppe, Geländer, Säulen, Tür und Wand.

Moers würdigt jüdisches Erbe mit neuer Broschüre und Bürgermeisterin als Schirmherrin

Bürgermeisterin Julia Zupancic übernimmt Schirmherrschaft für die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Moers

Die Ankündigung erfolgte während eines jüngsten Treffens mit dem Vorstand des Vereins. Bei der Veranstaltung wurde zudem die neue Broschüre "Spuren jüdischen Lebens" vorgestellt, die das schwindende jüdische Erbe der Stadt dokumentiert.

Die Gesellschaft setzt weiterhin auf Bildung und Dialog und arbeitet eng mit Schulen sowie bundesweiten Partnern zusammen, um das Gedenken an die jüdische Vergangenheit Moers' wachzuhalten.

An dem Treffen nahmen Vorstandsmitglieder teil, darunter der evangelische Vorsitzende Martin Behnisch-Wittig, der das Wachstum des Vereins als tief in der Gemeinschaft verwurzelt beschrieb. Er betonte dessen einzigartige Rolle bei der Förderung des Verständnisses zwischen den Religionen.

Bürgermeisterin Zupancic bekräftigte ihr Engagement für die Bewahrung der jüdischen Geschichte in Moers und den Kampf gegen Antisemitismus. Sie unterstrich die Bedeutung, an Persönlichkeiten wie Dr. Hermann Bähr und Maria Djuk zu erinnern – zwei herausragende jüdische Bürger der Stadt vor der NS-Zeit.

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Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Präsentation der Broschüre "Spuren jüdischen Lebens", die für drei Euro in öffentlichen Einrichtungen erhältlich ist. Die Publikation hält die wenigen verbleibenden Zeugnisse jüdischen Lebens in Moers fest, wobei konkrete Details über das kulturelle Wirken der Gemeinde vor 1933 nur spärlich überliefert sind.

Der Verein ehrte zudem Heinz Kremers und Nikolaus Schneider, lokale Träger der Buber-Rosenzweig-Medaille. Ihre Arbeit im christlich-jüdischen Dialog wurde durch die starken überregionalen Netzwerke der Gesellschaft ermöglicht. Die Einbindung junger Menschen bleibt ein zentrales Anliegen – etwa durch laufende Kooperationen mit Schulen wie dem Adolfinum-Gymnasium.

Die neue Broschüre und die Schirmherrschaft der Bürgermeisterin markieren einen erneuerten Einsatz, das jüdische Erbe Moers' zu würdigen. Bildungsinitiativen und bundesweite Partnerschaften werden diese Vorhaben unterstützen. Die Arbeit des Vereins bleibt eine Brücke zwischen den Religionen und hält die Erinnerung an die Vergangenheit in der Stadt lebendig.

Quelle