EU verliert an Einfluss: Warum die Golfstaaten jetzt neue Handelschancen bieten
Steve HeckerEU verliert an Einfluss: Warum die Golfstaaten jetzt neue Handelschancen bieten
Der Einfluss der EU im Handel mit den Golfstaaten schwindet. Der Anteil der Importe aus der Region ist von 26 Prozent im Jahr 2004 auf nur noch 18 Prozent im Jahr 2024 gesunken. Nun fordern Ökonomen engere Beziehungen, um diesen Rückgang umzukehren.
Das Deutsche Wirtschaftsinstitut (IW) hat die EU aufgefordert, die Handelsbeziehungen zu den Golfstaaten trotz der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten zu vertiefen. Ein formelles Handelsabkommen könnte den Weg ebnen für Importe wie kohlenstoffarmen Stahl und günstigen Wasserstoff aus der Region.
Aufgrund von Kriegsschäden stehen in den Golfstaaten bald Reparaturen an der Energieinfrastruktur an. Deutsche Unternehmen, die auf Maschinen- und Anlagenbau spezialisiert sind, könnten bei diesen Projekten große Aufträge an Land ziehen.
Deutschland exportiert bereits Autos, Pharmaprodukte und Industrieausrüstungen in die Golfregion. Das IW argumentiert, dass ein Handelsabkommen diese Branchen weiter stärken und gleichzeitig die europäischen Lieferketten diversifizieren würde.
Ein solches Abkommen könnte der EU helfen, in den Golfmärkten wieder an Boden zu gewinnen. Zudem würde es den Zugang zu wichtigen Rohstoffen wie grünem Stahl und Wasserstoff sichern. Für deutsche Hersteller könnten sich dadurch neue Chancen in der Infrastrukturinstandsetzung und im Exportgeschäft eröffnen.






