Bergisch Gladbach sichert Gewerbegebiet West mit Vorkaufsrecht für Saint-Gobain-Fläche
Folker RoggeBergisch Gladbach sichert Gewerbegebiet West mit Vorkaufsrecht für Saint-Gobain-Fläche
Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat ein Vorkaufsrecht für das Gewerbegebiet West vorgeschlagen. Mit diesem Schritt soll das 11 Hektar große Gelände des Unternehmens Saint-Gobain Isover im Herzen der Stadt gesichert werden. Die Behörden sind überzeugt, dass dies helfen wird, den begrenzten gewerblichen Raum zu schützen und die Arbeitsplatzchancen zu verbessern.
Die geplante Verordnung würde ein 18,8 Hektar großes Gebiet innerhalb des Gewerbegebiets West abdecken. Dazu gehören Flächen zwischen der Innenstadt und Gronau, wobei das Isover-Gelände im Mittelpunkt steht. Teile des Areals liegen derzeit brach oder werden nur unzureichend genutzt, was Forderungen nach einer besseren städtischen Planung laut werden lässt.
Saint-Gobain Isover hat in den letzten Jahren erhebliche Personalabbaumaßnahmen durchlaufen. Die Zahl der Beschäftigten sank drastisch von 220 auf nur noch 60. Dennoch bestätigte Unternehmenssprecher Michel Wenger, dass weiterhin in den Standort investiert werde und kein Verkauf von Grundstücken geplant sei.
Bürgermeister Marcel Kreutz betonte die Bedeutung der Sicherung von Industrieflächen für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt. Die Verwaltung hofft, dass die Maßnahme gewerbliche Flächen schützt und das Beschäftigungswachstum in der Region fördert.
Der Stadtrat soll in Kürze die Vorkaufsrechtsverordnung verabschieden. Bei Annahme würde dies der Verwaltung Priorität beim Erwerb von Grundstücken innerhalb der ausgewiesenen Zone einräumen. Die Entscheidung folgt auf Bedenken hinsichtlich ungenutzter Flächen und der Notwendigkeit langfristiger wirtschaftlicher Stabilität.






