Zoll entdeckt manipulierte Kühltransporter mit Riesen-Tanks zur Steuerhinterziehung
Steve HeckerZoll entdeckt manipulierte Kühltransporter mit Riesen-Tanks zur Steuerhinterziehung
Zollbehörden haben Speditionen auf frischer Tat ertappt, die durch manipulierte Fahrzeuge Steuern auf Kraftstoff umgehen. Bei Routinekontrollen entdeckten Prüfer umgerüstete Kühltransporter mit übergroßen Kraftstofftanks. Die Unternehmen wollten so Kosten sparen, indem sie außerhalb Deutschlands und anderer EU-Länder tankten, wo Sprit günstiger ist.
In Aachen stießen Zollbeamte auf Kühlfahrzeuge, die mit nicht serienmäßigen Tanks ausgestattet waren. Die ursprünglichen Behälter mit einem Fassungsvermögen von 235 bis 245 Litern waren durch deutlich größere Tanks mit 550 bis 800 Litern ersetzt worden. Dadurch konnten Fahrer in Ländern mit niedrigeren Spritpreisen volltanken und die Energiesteuer in der EU umgehen.
Kraftstoff in werksseitig eingebauten Standardtanks ist beim Grenzübertritt zollfrei. Bei nachgerüsteten Tanks fallen jedoch Energiesteuer und Einfuhrumsatzsteuer an. Bei Steuerhinterziehung drohen Strafen, darunter ein Aufschlag auf die nachzuzahlenden Abgaben.
Allein im vergangenen Jahr deckten die Kontrolleure bundesweit zahlreiche solche Fälle auf. Durch ihre Ermittlungen sicherten sie dem Staat sechsstellige Beträge aus Energiesteuereinnahmen. Die Funde unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Steuerhinterziehung bei Kraftstoffen zu bekämpfen. Transportunternehmen, die manipulierte Tanks nutzen, müssen nun mit finanziellen Sanktionen rechnen. Die Behörden überwachen weiterhin den grenzüberschreitenden Kraftstoffverbrauch, um Steuereinnahmen zu schützen.
