Wuppertals Stadtrat ringt um Millionen für Sanierung und Jugendzentrums-Pläne
Steve HeckerWuppertals Stadtrat ringt um Millionen für Sanierung und Jugendzentrums-Pläne
Wuppertals Stadtrat steht vor schwierigen Entscheidungen zu Sanierungen, Haushalt und Umzügen
Ein Antrag über 2,5 Millionen Euro für die Modernisierung der Elektroanlagen im Bergischen Löwen hat eine Debatte ausgelöst, während gleichzeitig die Pläne für ein neues Jugendzentrum voranschreiten. Unterdessen hat die CDU massive Kürzungen im Haushaltsentwurf von Bürgermeister Marcel Kreutz durchgesetzt und damit wichtige Abstimmungen bis zur nächsten Woche verschoben.
Das Bürgerzentrum Bergischer Löwe, in dem seit 1986 eine denkmalgeschützte Jugendstil-Löwenplastik beherbergt ist, benötigt dringend eine Sanierung der Elektroinstallationen. Die Verwaltung warnte, dass die bestehende Anlage in schlechtem Zustand sei und ein hohes Überschwemmungsrisiko bestehe. Die vorgeschlagenen 2,5 Millionen Euro sollen als vorübergehende Lösung dienen, bis eine vollständige Renovierung erfolgt. SPD-Fraktionschef Klaus Waldschmidt sprach sich jedoch gegen eine so hohe Investition ohne langfristige Planung aus.
Der Jugendhilfe- und der Haushaltsausschuss billigten vorläufige Sicherheitsnachrüstungen für das Jugendzentrum Q1 am Quirlsberg. Zudem unterstützten sie die Pläne für ein neues, 250 Quadratmeter großes Jugendzentrum in der Oberen Hauptstraße, das künftig von Pfadfindergruppen und dem Kita-Museum gemeinsam genutzt werden soll. Ein detailliertes Nutzungskonzept wird in Abstimmung mit den zukünftigen Nutzern erarbeitet.
Ungewiss bleibt hingegen der Umzug des Q1 in die Alte Zentralwerkstatt. Der aktuelle Plan sieht weiterhin das Industriegelände Zanders als Standort vor, doch die Gespräche dauern an.
Die Haushaltsverhandlungen gerieten ins Stocken, nachdem die CDU tiefgreifende Kürzungen am Entwurf von Bürgermeister Kreutz gefordert hatte. Die Partei ist auf die Unterstützung von SPD und Grünen angewiesen, um im bürgerlichen Lager eine Mehrheit zu sichern. Alle drei Fraktionen einigten sich daraufhin, die Haushaltsabstimmung auszusetzen und die Entscheidungen auf die nächste Ratssitzung am kommenden Dienstag zu vertagen.
Nun muss der Stadtrat akute Sicherheitsbedürfnisse mit langfristiger Planung in Einklang bringen. Die Elektrosanierung im Bergischen Löwen und die Aufrüstungen im Q1 werden vorangetrieben, während das neue Jugendzentrum Gestalt annimmt. Die Haushaltsverhandlungen hingegen ruhen bis zur nächsten Sitzung.






