Willich streitet über neue Geschwistergebühren für Kita-Elternbeiträge
Nadeshda SölzerWillich streitet über neue Geschwistergebühren für Kita-Elternbeiträge
In Willich entbrennt eine hitzige Debatte über die Gebühren für Kinderbetreuung. Die Stadt erwägt Änderungen bei den Elternbeiträgen, darunter neue Geschwistergebühren und eine Obergrenze für Erhöhungen. Eltern haben mit einer Petition reagiert, während die Verwaltung auf Haushaltszwänge als Begründung für die geplanten Anpassungen verweist.
Der seit Jahren schwelende Streit um die Kinderbetreuung in Willich kommt kaum voran. Eltern klagen seit Langem über Personalmangel, und die jüngste Schließung von Einrichtungen wie dem Alperhof hat die Verärgerung noch verstärkt. Nun zwingt die angespannte Haushaltslage die Stadt, nach neuen Einnahmequellen zu suchen.
Die CDU schlug vor, die Elternbeiträge zu überprüfen und die Einführung von Geschwistergebühren zu prüfen. Bisher gewährt Willich Rabatte für Geschwisterkinder, doch Nachbarstädte wie Nettetal und Kempen erheben bereits 50 Prozent der Gebühr für weitere Kinder. Die Stadt strebt an, durch die Streichung dieser Ermäßigungen 500.000 Euro einzunehmen und weitere 100.000 Euro, indem sie die Gebührenanpassungen auf drei Prozent deckelt.
Als Reaktion starteten Eltern eine Petition gegen die geplanten Änderungen. Auch der Jugendhilfeausschuss der Elternvertretung (JAEB) lehnt die Pläne ab und argumentiert gegen sowohl Geschwistergebühren als auch höhere Anpassungen. Trotz des Widerstands hat der Haupt- und Finanzausschuss die Verwaltung angewiesen, die Beitragssatzung zu überarbeiten.
Die vorgeschlagenen Gebührenänderungen sollen die finanziellen Belastungen Willichs lindern. Bei einer Genehmigung würden sie mehr als eine halbe Million Euro zusätzlich einbringen. Doch der Widerstand von Eltern und JAEB deutet darauf hin, dass weitere Gespräche nötig sein werden, bevor endgültige Entscheidungen fallen.






