23 March 2026, 22:19

Westfleisch-Schlachthof in Coesfeld: Modernisierung startet nach neun Jahren Wartezeit

Gemälde namens "Schweine und Ferkel auf einem eingezäunten Hof" von William Hogarth, das drei Schweine in einem Stall innerhalb eines hölzernen Zauns zeigt, mit einem Baum und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Westfleisch-Schlachthof in Coesfeld: Modernisierung startet nach neun Jahren Wartezeit

Westfleisch-Schlachthof in Coesfeld: Modernisierung nach Jahren der Verzögerung in Sicht

Nach jahrelangen Verzögerungen steht der lang ersehnte Umbau des Westfleisch-Schlachthofs in Coesfeld kurz vor dem Start. Bereits vor sechs Jahren beantragte das Unternehmen die Baugenehmigung, doch mit den Bauarbeiten könnte nun frühestens Ende 2025 begonnen werden. Nach Abschluss der Modernisierung soll die erneuerte Anlage voraussichtlich Ende 2028 in Betrieb gehen – ganze neun Jahre nach der ersten Planungseinreichung.

Das Projekt war von zähen Verhandlungen geprägt, bis der Stadtrat von Coesfeld es schließlich Ende 2024 bewilligte. Bevor die Arbeiten beginnen können, muss der Betrieb jedoch noch Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz einholen. Westfleisch hat zugesagt, Lärm- und Geruchsemissionen zu reduzieren, um die Auflagen zu erfüllen.

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Im Mittelpunkt der Modernisierung steht die Optimierung logistischer Abläufe, nicht jedoch eine deutliche Steigerung der Schlachtzahlen. Eine zweite Zufahrtsstraße soll künftig die Anlieferung von Tieren vom Abtransport der Fertigprodukte trennen. Die Anlage arbeitet seit Jahren am Limit; nach dem Umbau wird sie bis zu 70.000 Schweine pro Woche verarbeiten können.

Die Verzögerungen verschärften sich durch den Corona-Lockdown 2020, als Quarantänemaßnahmen den Betrieb beeinträchtigten. Falls keine weiteren Rückschläge auftreten, könnte der erste Spatenstich bis Ende nächsten Jahres erfolgen.

Ziel der Modernisierung ist es, die Abläufe effizienter zu gestalten, ohne die aktuelle Produktionskapazität zu erhöhen. Da die Genehmigungen noch ausstehen und der Zeitplan eng ist, wird die Inbetriebnahme 2028 den Abschluss eines fast zehnjährigen Prozesses markieren. Gleichzeitig sollen die Umbaumaßnahmen Umweltbelange durch Lärmminderung und Geruchsreduzierung berücksichtigen.

Quelle