15 March 2026, 20:18

Viersen droht bis 2031 die Pleite – 39 Millionen Euro Defizit bis 2026

Ein Plakat mit fetter, schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, auf dem steht "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern sogar noch mehr für Reiche und große Unternehmen."

Viersen droht bis 2031 die Pleite – 39 Millionen Euro Defizit bis 2026

Viersen steht vor schweren finanziellen Problemen: Bis 2026 droht ein Haushaltsdefizit von 39 Millionen Euro, und ohne Gegenmaßnahmen könnte die Stadt bis 2031 sogar in die Insolvenz rutschen. Steigende Ausgaben im Bereich der Jugendhilfe und höhere Kreisumlagen belasten den Haushalt zusätzlich.

Die finanziellen Schwierigkeiten der Stadt resultieren aus wachsenden Kosten und anhaltenden Einnahmeausfällen. Bis mindestens 2029 werden jährliche Defizite von 25 bis 35 Millionen Euro erwartet. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) warnt davor, die Gewerbesteuer zu erhöhen – dies würde die Wettbewerbsfähigkeit schwächen und Investitionen abschrecken.

Viersen hat bereits jetzt die zweithöchste Grundsteuer für gewerbliche Immobilien in seinem IHK-Bezirk. Die Kammer lehnt weitere Erhöhungen der Grundsteuer (Typ B) oder der Gewerbesteuer ab, da dies das Wirtschaftswachstum hemmen würde. Stattdessen schlägt sie eine engere Zusammenarbeit zwischen den Kommunen vor, um Dienstleistungen gemeinsam zu nutzen und Verwaltungsausgaben zu senken.

Die IHK unterstützt zwar den freiwilligen Konsolidierungskurs der Stadt, weist aber darauf hin, dass die Personalkosten weiterhin steigen. Zudem fordert sie die Ausweisung weiterer Gewerbegebiete, um steuerzahlende Unternehmen anzuziehen.

Ohne Gegensteuer wird sich die finanzielle Schieflage Viersens weiter verschärfen. Die IHK setzt auf kommunale Kooperationen und wirtschaftliche Entwicklung statt auf Steuererhöhungen. Nun muss die Stadt entscheiden, wie sie ihren Haushalt saniert – ohne dabei ihre wirtschaftliche Zukunft zu gefährden.

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