08 April 2026, 08:18

Vater und Sohn revolutionieren mit Startup die Wärme-Rückgewinnung aus Duschwasser

Solarwassererhitzer mit Speicherbehälter auf dem Dach eines Gebäudes montiert, Bäume im Hintergrund sichtbar.

Vater und Sohn revolutionieren mit Startup die Wärme-Rückgewinnung aus Duschwasser

Ein Vater-Sohn-Duo aus Filderstadt hat ein Startup gegründet, um Energieverschwendung in Haushalten zu bekämpfen. Die Unocconi GmbH, ins Leben gerufen von Steffen und Valentin Nittbaur, spezialisiert sich auf die Rückgewinnung von Wärme aus Duschwasser – eine Methode, die in Deutschland trotz nachgewiesener Effizienz kaum genutzt wird. Ihr Ziel: diese unterschätzte Technologie im großen Stil etablieren.

Steffen Nittbaur arbeitete 25 Jahre lang bei Mercedes-Benz, bevor er den Automobilkonzern verließ, um Unocconi zu gründen. Nach seinem Ausstieg absolvierte er berufsbegleitend ein Masterstudium der Umweltwissenschaften. Sein Sohn Valentin verfügt über zwei Abschlüsse in Betriebswirtschaft und war zuvor im Vertrieb von Werkzeugmaschinen tätig.

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Die Kernidee des Startups ist simpel, aber wirkungsvoll: Die Abwärme aus dem abfließenden Duschwasser wird zurückgewonnen. Diese dezentrale Lösung zählt laut Experten zu den effizientesten Energiesparmaßnahmen in Gebäuden. Wissenschaftler empfehlen sogar, solche Systeme in jedem Neubau und Sanierungsprojekt zu installieren.

Während die Technologie in Teilen Europas bereits verbreitet ist, fristet sie in Deutschland noch ein Nischendasein. Ein großes Hindernis ist die fehlende Trinkwasserzertifizierung – eine gesetzliche Auflage, an der Unocconi derzeit arbeitet.

Der Druck, die Energieeffizienz zu steigern, wächst angesichts explodierender Energiekosten und verschärfter CO₂-Handelsregeln. Die Lösung von Unocconi könnte helfen, sowohl die Nebenkosten als auch den ökologischen Fußabdruck zu verringern.

Sollten die regulatorischen Hürden überwunden werden, könnte das Wärme-Rückgewinnungssystem des Startups bald zum Standard in deutschen Gebäuden werden. Angesichts steigender Energiepreise und wachsender Nachhaltigkeitsbestrebungen bietet die Technologie eine praktikable Möglichkeit, Verschwendung zu reduzieren. Die Nittbaurs wollen nun beweisen, dass sich ihr Ansatz auch in einem Markt durchsetzt, der die Innovation bisher ignoriert hat.

Quelle