23 April 2026, 22:13

Uli Hoeneß polarisiert mit harter Kritik an veganer Ernährung und Veganern

Zeitung mit gedrucktem Text und einem Bild, das "Samuel Hack, Schweinehirt und Wurstmacher, Feine Bewdley Würste" zeigt.

Uli Hoeneß polarisiert mit harter Kritik an veganer Ernährung und Veganern

Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, hat mit Kritik an veganer Ernährung in einem aktuellen Podcast für Aufsehen gesorgt. In einem Interview beim bayerischen Radiosender Antenne Bayern behauptete er, dass pflanzliche Ernährung langfristig zu gesundheitlichen Problemen führe, und bezeichnete Veganer als übermäßig militant. Seine Äußerungen haben nun eine Reaktion der Tierrechtsorganisation PETA hervorgerufen.

Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Hoeneß selbst mit gesundheitlichen Problemen kämpft – darunter berichtete Herzprobleme und Bluthochdruck. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach pflanzlichen Lebensmitteln in den letzten Jahren stark gestiegen, während Studien den Konsum von Fleisch und Milchprodukten mit schweren Erkrankungen in Verbindung bringen.

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In dem Radiointerview bei Antenne Bayern lehnte Hoeneß vegane Ernährung als schädlich ab. Er argumentierte, dass der Verzicht auf tierische Produkte langfristig krank mache, und kritisierte Veganer dafür, ihre Überzeugungen zu aufdringlich zu vertreten. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu zahlreichen Studien, die zeigen, dass ein hoher Fleisch- und Milchkonsum das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes Typ 2 erhöht.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: PETA lud Hoeneß ein, an ihrem Programm Veganstart teilzunehmen, einer 30-tägigen Challenge, die Menschen an pflanzliche Ernährung heranführen soll. Die Organisation verwies auf die wachsende Zahl wissenschaftlicher Belege, dass eine ausgewogene vegane Ernährung der menschlichen Gesundheit, dem Tierschutz und der Umwelt zugutekommt.

Hoeneß' eigene Gesundheit steht bereits seit einiger Zeit in der Kritik. Medienberichten zufolge lässt er sich wegen Herzproblemen behandeln und leidet unter Bluthochdruck – Beschwerden, die oft mit einer Ernährung mit hohem Anteil an tierischen Produkten in Verbindung gebracht werden. Seine Ablehnung der veganen Lebensweise kontrastiert dabei mit den geschäftlichen Aktivitäten seiner Familie: Seine Kinder führen heute HoWe Wurstwaren, das von ihm gegründete Fleischunternehmen, wobei Tochter Sabine als Partnerin und Sohn Florian die volle Entscheidungsgewalt innehat.

Der Trend zu pflanzlichen Lebensmitteln ist spätestens seit 2014 deutlich erkennbar, als der Geschäftsführer von Rügenwalder Mühle – einem der größten Hersteller veganer Wurstwaren – auf die steigende Nachfrage der Verbraucher hinwies. Immer mehr Menschen entscheiden sich heute für eine fleischfreie Ernährung, aus gesundheitlichen, ethischen oder ökologischen Gründen. Doch Hoeneß bleibt skeptisch und hält trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse und eigener gesundheitlicher Herausforderungen an seiner Haltung fest.

PETAs Einladung an Hoeneß spiegelt den anhaltenden Konflikt zwischen traditioneller und pflanzlicher Ernährung wider. Seine Aussagen – verbunden mit seiner Krankengeschichte – haben der Debatte zusätzliche Aufmerksamkeit beschert. Angesichts der zunehmenden wissenschaftlichen Belege für den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und chronischen Krankheiten zeigt die Diskussion über Ernährungsgewohnheiten und ihre Folgen keine Anzeichen einer Beruhigung.

Quelle