18 April 2026, 20:12

Thyssenkrupp Steel setzt auf Marie Jaroni als erste Chefin in der Krise

Großes modernes Gebäude mit zahlreichen Fenstern, identifiziert als Deutsche Bank Hauptsitz in Frankfurt, Deutschland, umgeben von städtischer Infrastruktur einschließlich Straßenlaternen, Fahrzeugen, Grünflächen und einem bewölkten Himmel.

Deutschlands größtes Stahlunternehmen hat erstmals eine Frau an der Spitze - Thyssenkrupp Steel setzt auf Marie Jaroni als erste Chefin in der Krise

Thyssenkrupp Steel Europe ernennt Marie Jaroni zur ersten weiblichen Vorstandsvorsitzenden

Der Stahlkonzern, der rund 27.000 Mitarbeiter beschäftigt, steht vor Herausforderungen durch schwache globale Nachfrage, niedrige Preise und wachsende Konkurrenz durch günstige Importe aus Asien.

Unter Jaronis Führung plant das Unternehmen eine umfassende Umstrukturierung, die bis 2030 einen deutlichen Abbau der Belegschaft vorsieht. Marie Jaroni leitete zuvor den Bereich Vertrieb und Transformation bei Thyssenkrupp Steel Europe. Sie spielte eine zentrale Rolle bei den Verhandlungen zum jüngsten Restrukturierungsabkommen des Unternehmens. Ihr als fair und konsensorientiert beschriebener Führungsstil fand Anerkennung bei Knut Giesler von der IG Metall.

Ilse Henne, Vorsitzende des Aufsichtsrats, hob Jaronis Führungsqualitäten und ihre strategische Vision hervor. Der Aufsichtsrat verlängerte ihren Vertrag bis 2030 – ein Zeichen für langfristiges Vertrauen in ihre Führung.

Gleichzeitig gab das Unternehmen bekannt, dass Wilfried von Rath neuer Personalvorstand wird. Er folgt auf Dirk Schulte, der das Unternehmen aus persönlichen Gründen verlassen hat. Die Neubesetzung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Thyssenkrupp Steel Europe plant, die Belegschaft bis zum Ende des Jahrzehnts von 27.000 auf etwa 16.000 Mitarbeiter zu reduzieren.

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Die Umstrukturierung ist eine Reaktion auf anhaltenden Druck durch die globale Wirtschaftsschwäche, fallende Stahlpreise und die zunehmende Konkurrenz durch billige Importe, insbesondere aus Asien. Jaronis Ernennung markiert einen Führungswechsel in einer Phase finanzieller Schwierigkeiten. Der geplante Stellenabbau spiegelt die branchenweiten Herausforderungen wider, darunter schwache Nachfrage und ausländische Konkurrenz. Die Vertragsverlängerung unterstreicht die Entschlossenheit des Aufsichtsrats, ihren strategischen Kurs in den kommenden Jahren zu unterstützen.

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