13 April 2026, 08:11

Stillgelegte Bahnstrecke Bocholt–Münster könnte bald wieder fahren

Offenes Buch mit detaillierten Zeichnungen und Texten, einschließlich einer Illustration einer Eisenbahnschiene.

Stillgelegte Bahnstrecke Bocholt–Münster könnte bald wieder fahren

Eine seit langem stillgelegte Bahnstrecke zwischen Bocholt und Münster könnte bald wieder in Betrieb genommen werden. Ein neues Gutachten kommt nun zu dem Schluss, dass die Reaktivierung der ungenutzten Strecke nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlich tragfähig ist. Frühere Untersuchungen hatten das Projekt noch als undurchführbar abgetan, doch die aktuelle Analyse hat die Hoffnungen auf bessere Verkehrsanbindungen in der Region neu entfacht.

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Die Westmünsterlandbahn setzt sich seit Langem für die Wiederinbetriebnahme der rund 70 Kilometer langen Strecke ein, die Bocholt, Borken, Coesfeld und Münster wieder miteinander verbinden würde. Gelänge die Reaktivierung, würde die Linie auch die Anbindung an das Ruhrgebiet und darüber hinaus verbessern. Prognosen zufolge könnten täglich etwa 7.000 Fahrgäste den Service nutzen – mit Zügen, die im Stundentakt oder sogar alle dreißig Minuten verkehren und damit schneller unterwegs wären als bisher angenommen.

Geplant ist eine Teil-Elektrifizierung der Strecke, wobei voraussichtlich batteriebetriebene Züge zum Einsatz kämen. Befürworter verweisen auf die ökologischen Vorteile: Weniger Autos auf Landstraßen würden die Emissionen senken. Zudem betonen sie die Bedeutung des Projekts für die Mobilität in ländlichen Gebieten, die derzeit nur unzureichend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden sind.

Trotz wachsender Unterstützung gibt es noch Hürden. Der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe muss nun die detaillierte Planung vorantreiben. Doch knappe Haushalte und Konkurrenz durch andere Infrastrukturprojekte könnten den Fortschritt verzögern.

Die Wiederbelebung der Bahnstrecke würde einen bedeutenden Wandel für die ländliche Mobilität in der Region bedeuten. Sollten die Züge tatsächlich häufiger fahren als zunächst gedacht, könnte das Projekt Staus verringern und Reisezeiten verkürzen. Der nächste Schritt hängt nun davon ab, die notwendigen Mittel und die politische Rückendeckung zu sichern, um aus den Plänen Wirklichkeit werden zu lassen.

Quelle