16 April 2026, 08:11

Die Linke feiert kommunales Comeback in NRW – und plant Landtags-Rückkehr 2027

Gruppe von Menschen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin mit einem Transparent, auf dem "Zukunft ist ein Menschenrecht" steht

Die Linke feiert kommunales Comeback in NRW – und plant Landtags-Rückkehr 2027

Die Linke in Nordrhein-Westfalen hat auf kommunaler Ebene ein starkes Comeback gefeiert und ihre Sitze in den Stadträten seit 2020 fast verdoppelt. Obwohl die Partei bei den jüngsten Landtagswahlen den Einzug in den Düsseldorfer Landtag verpasste, stellt sie nun 734 Mandatsträger auf lokaler Ebene und strebt bis 2027 die Rückkehr in die Landespolitik an.

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Erstmals zog Die Linke 2010 in den nordrhein-westfälischen Landtag ein, verlor ihre Sitze jedoch bereits 2012, nachdem sie für einen Haushaltsentwurf nicht genug Unterstützung mobilisieren konnte. Mit nur 2,5 Prozent der Stimmen damals schied die Partei aus dem Landesparlament aus. Auch in den Jahren 2017 und 2022 scheiterte sie erneut am Wiedereinzug in den Landtag.

Bei den Kommunalwahlen 2022 erlebte Die Linke jedoch eine Renaissance. Sie steigerte ihre Sitze in den Stadträten von 440 im Jahr 2020 auf mindestens 725 und kommt mittlerweile auf 734 Mandate. Landesweit erreichte die Partei im Schnitt 5,6 Prozent der Stimmen und errang acht Direktmandate in Stadtparlamenten. Dieser Aufschwung folgt auf einen schwierigen Wahlkampf 2022, der von internen Konflikten und polarisierenden Positionen geprägt war und der Partei mit nur 2,1 Prozent bei der Landtagswahl ein historisches Tief bescherte.

Für die Zukunft hat sich Die Linke die Landtagswahl 2027 als Ziel gesetzt. Auf dem jüngsten Parteitag forderten Delegierte Direktmandate im Landtag und peilen mindestens eine halbe Million Stimmen an. Gleichzeitig positioniert sich die Partei als einzige politische Kraft, die dem, was sie als "Wettlauf nach unten" bei Migrantenrechten und der Unterstützung von Bürgergeld-Beziehenden bezeichnet, entgegentritt.

Die kommunalen Erfolge markieren für Die Linke eine Wende nach Jahren des Niedergangs bei Landtagswahlen. Mit 734 Ratsmandaten und einer klareren Strategie bereitet sich die Partei nun auf die Rückkehr in den Landtag 2027 vor. Im Fokus stehen der Ausbau der Wählerbasis und die Sicherung direkter Vertretung im Landesparlament.

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