Seniorenrat warnt vor ÖPNV-Preissteigerungen und fordert Stopp der Tariferhöhungen
Nadeshda SölzerSeniorenrat warnt vor ÖPNV-Preissteigerungen und fordert Stopp der Tariferhöhungen
Der Seniorenrat hat schwere Bedenken gegen die jüngsten Erhöhungen der ÖPNV-Tarife geäußert. Nach Angaben der Organisation sind ältere Bürger bereits mit stark steigenden Lebenshaltungskosten konfrontiert, und höhere Fahrpreise würden es ihnen noch schwerer machen, mobil zu bleiben. Der Rat fordert die Verkehrsbehörden nun auf, die geplanten Änderungen zu stoppen oder rückgängig zu machen.
In einer Stellungnahme betonte der Rat, dass viele Senioren weiterhin auf herkömmliche Ticketmethoden angewiesen sind – dazu zählen Fahrkartenautomaten, Schalterverkauf und gedruckte Tickets. Die Umstellung auf rein digitale Optionen berge die Gefahr, dass einige Fahrgäste abgehängt werden.
Die Organisation kritisierte zudem die deutlichen Preiserhöhungen für Fahrten, die Gemeindegrenzen überschreiten. Der Wechsel zwischen verschiedenen Verkehrsverbünden dürfe keine zusätzlichen Kosten verursachen, argumentierte der Rat. Solche Aufschläge würden diejenigen unverhältnismäßig belasten, die auf öffentliche Verkehrsmittel für notwendige Wege angewiesen sind.
Der Rat verwies auf seinen Beschluss vom 19. November 2025, in dem faire und transparente Tarife gefordert wurden. Ein rein digitales System würde die Lebensqualität älterer Menschen einschränken, hieß es. Der Zugang zu Fahrkarten ohne digitale Hilfsmittel müsse weiterhin möglich bleiben, bestand die Organisation.
Nun hat der Rat die Führung des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) und die Tarifpartner aufgefordert, die Preiserhöhungen zu überdenken – oder im besten Fall auszusetzen. Ohne Gegenmaßnahmen könnten viele Senioren sich selbst grundlegende Fahrten kaum noch leisten.
Die Warnung des Rates kommt zu einer Zeit, in der die Lebenshaltungskosten für ältere Menschen weiter steigen. Sollten die Tariferhöhungen wie geplant umgesetzt werden, könnte der öffentliche Nahverkehr für manche unerschwinglich werden. Die Organisation machte deutlich: Die Digitalisierung dürfe nicht auf Kosten der Barrierefreiheit für alle Fahrgäste gehen.






