15 May 2026, 12:24

Rettungskräfte fordern neues Breitbandnetz als Digitalfunk-Nachfolger

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Rettungskräfte fordern neues Breitbandnetz als Digitalfunk-Nachfolger

Rettungskräfte in Deutschland drängen auf neues Breitband-Kommunikationsnetz als Ersatz für das aktuelle Digitalfunk-System

Die bestehenden Technologien sind zwar zuverlässig für Sprachübertragungen und einfache Daten, können aber keine Echtzeit-Informationen wie Kartenmaterial oder Drohnenaufnahmen verarbeiten. Experten warnen: Ohne Modernisierung könnten Einsatzkräfte in Krisensituationen völlig handlungsunfähig werden.

Auf dem jüngsten Blaulicht-Tag in Essen präsentierten Rettungsteams sowohl das aktuelle Digitalfunk BOS als auch zukünftige Breitbandlösungen. Das auf dem europäischen TETRA-Standard basierende System bewährte sich zwar während eines Stromausfalls in Berlin, scheitert jedoch an der Übertragung großer Datenmengen in Echtzeit. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste benötigen diese Kapazitäten dringend, um Live-Updates wie Lagekarten oder Luftaufnahmen von Drohnen auszutauschen.

Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister unterstrich die Dringlichkeit: „Keine Kommunikation, kein Einsatz.“ Ohne ein eigenes Breitbandnetz drohe den Rettungskräften in Katastrophenfällen die Kontrolle zu entgleiten. Innenminister Herbert Reul aus Nordrhein-Westfalen unterstützte diese Forderung und forderte ein krisensicheres System, das unabhängig von öffentlichen Netzen funktioniert.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Als Lösung schlagen die Verantwortlichen ein autonomes Netz im UHF-Bereich zwischen 470 und 694 Megahertz vor. Dies würde eine unterbrechungsfreie Kommunikation selbst dann gewährleisten, wenn Mobilfunk- oder Internetdienste ausfallen. Sollten diese Frequenzen nicht gesichert werden, warnen die Behörden vor schweren Einschränkungen bei der Notfallbewältigung.

Das aktuelle Digitalfunk BOS bleibt zwar ein verlässliches Werkzeug für Sprach- und Kurznachrichten. Doch der steigende Bedarf an Echtzeit-Datenaustausch macht den Ausbau zu einem Breitbandnetz unverzichtbar. Die Behörden drängen auf schnelle Maßnahmen, um ein Netz aufzubauen, das Rettungskräfte unter allen Umständen vernetzt hält.

Quelle