"Reform schürt Ängste": Sozialverbände kritisieren neue Grundsicherung

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„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neues Bürgersicherungsmodell

„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neues Bürgersicherungsmodell

„Reform schürt Ängste“: Sozialverbände kritisieren neues Bürgersicherungsmodell

  1. Dezember 2025, 10:39 Uhr

Die Bundesregierung hat eine grundlegende Reform des Sozialsystems auf den Weg gebracht: Das Bürgergeld soll durch ein neues Grundsicherungsmodell ersetzt werden. Ziel der Änderungen ist es, die Arbeitsaufnahme zu fördern und Missbrauch von Leistungen einzudämmen. Doch Kritiker warnen, dass die Maßnahmen vor allem benachteiligte Gruppen weiter in die Not treiben werden.

Das reformierte System sieht verschärfte Sanktionen für Bezieher von Sozialleistungen vor. Wohlfahrtsverbände befürchten, dass diese Strafmaßnahmen besonders Menschen treffen werden, die ohnehin bereits mit schweren Problemen kämpfen – darunter auch psychisch Erkrankte. Die Diakonie Deutschland verurteilte den Ansatz scharf und betonte, dass Sanktionen die Schwächsten oft noch tiefer in die Krise stürzten.

Joachim Rock vom Paritätischen Gesamtverband warnte, die Reform werde bei den Leistungsbeziehenden Unsicherheit und existenzielle Ängste verstärken. Michael Groß von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) kritisierte, die Regierung setze auf Bestrafung statt auf wirksame Unterstützung für Hilfsbedürftige. Unterdessen begrüßten Wirtschaftsvertreter die Pläne und argumentierten, Arbeit müsse sich im Vergleich zu staatlichen Transferleistungen wieder mehr „lohnen“.

Die Linke zog Parallelen zum umstrittenen Hartz-IV-System und warf der SPD vor, mit der Reform eine Rückkehr zu härteren Sozialbedingungen einzuleiten. Gewerkschaften äußerten ebenfalls Bedenken gegenüber sozialen Kürzungen unter der Regierung von Kanzler Merz – auch wenn sie diese nicht direkt mit der Grundsicherungsreform in Verbindung brachten.

Trotz des Widerstands von Sozialverbänden und politischen Kritikern wird die Reform nun umgesetzt. Die verschärften Regeln für Leistungsbezieher sollen in Kraft treten, während die Regierung betont, die Änderungen würden die Arbeitsanreize verbessern. Für diejenigen, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, könnte die Reform jedoch zu einer größeren finanziellen und persönlichen Belastung werden.

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