Photovoltaik-Ausbau in Deutschland 2025: Wachstum bremst sich deutlich ein
Zenon PechelPhotovoltaik-Ausbau in Deutschland 2025: Wachstum bremst sich deutlich ein
Wachstum der Photovoltaik-Kapazität in Deutschland im ersten Halbjahr 2025 gebremst
Im ersten Halbjahr 2025 hat sich das Wachstum der Photovoltaik-Leistung in Deutschland verlangsamt. Bundesweit stieg die Kapazität um 7.347 Megawatt – ein Rückgang um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Regionale Berichte zeigen dabei unterschiedliche Rückgänge in den wichtigsten Bundesländern.
In Baden-Württemberg verzeichnete die neu installierte Leistung in den ersten sechs Monaten 2025 einen Rückgang um 9,5 Prozent. Insgesamt wurden 988 Megawatt hinzugefügt, wie aus Meldungen des Photovoltaik-Netzwerks hervorgeht. Die LEE NRW meldete für das Land bis zum 30. Juli 1.039 Megawatt – beides Werte unter denen von 2024. Spitzenreiter auf lokaler Ebene war der Landkreis Biberach mit 127 Megawatt, angetrieben durch eine 80-Megawatt-Freiflächenanlage in Langenenslingen.
Nordrhein-Westfalen verzeichnete einen noch deutlichereren Einbruch. Die LEE NRW bestätigte einen Rückgang um 20 Prozent, mit nur 940 Megawatt neu installierter Leistung im ersten Halbjahr 2025. Obwohl das Land bundesweit auf Platz drei der absoluten Zahlen liegt, hat sich das Installationstempo im Vergleich zu anderen Regionen spürbar verlangsamt.
Bundesweit entfielen 41 Prozent der neu installierten Photovoltaik-Leistung auf Freiflächenanlagen. Die Bundesnetzagentur hatte im ersten Halbjahr 2024 noch 7.550 Megawatt registriert, bis August desselben Jahres stieg der Wert auf 8.300 Megawatt. Bayern verzeichnete mit rund 2 Prozent den geringsten Rückgang.
Insgesamt ging das Photovoltaik-Wachstum von Januar bis Juni 2025 um 11,5 Prozent zurück. Sowohl Baden-Württemberg als auch Nordrhein-Westfalen meldeten zweistellige prozentuale Einbrüche. Freiflächenprojekte blieben jedoch ein zentraler Treiber für die neu installierte Kapazität.
