NRW-Polizei jagt Influencer: Härteres Vorgehen gegen illegale Autorennen und Stunts
Steve HeckerTuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei jagt Influencer: Härteres Vorgehen gegen illegale Autorennen und Stunts
Polizei in Nordrhein-Westfalen geht gegen illegale Straßenrennen und gefährliche Autostunts vor
Mit einer neuen Strategie nimmt die Polizei gezielt Social-Media-Influencer ins Visier, die solche Veranstaltungen organisieren und online bewerben. Die Behörden werden künftig deren Kanäle überwachen, um Treffen bereits im Vorfeld zu unterbinden.
Das Problem hat in den letzten Jahren an Brisanz gewonnen: Influencer filmen sich bei Rasereien und veröffentlichen die Videos an ein großes Publikum. Diese Posts locken oft Hunderte von Zuschauern zu illegalen Treffen, die dann in rücksichtsloses Fahren und Gefahren für die öffentliche Sicherheit münden.
Im Rahmen des neuen Plans wird die Polizei Online-Ankündigungen auswerten, um frühzeitig warnen zu können. Wird ein nicht genehmigtes Event gemeldet, rücken Beamte mit großem Aufgebot aus, um Teilnehmer bereits auf dem Weg dorthin abzufangen. Zudem könnten Hubschrauber oder Drohnen zum Einsatz kommen, um Beweismaterial zu sammeln und die Lage zu erfassen.
Das Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste (LZPD) und das Landeskriminalamt (LKA) werden kontinuierlich die Gefahrenlage bewerten. Sie arbeiten dabei eng mit den Polizeibehörden in Belgien und den Niederlanden zusammen, um zu verhindern, dass Teilnehmer durch Grenzübertritte den Behörden entkommen.
Den Influencern können zudem offizielle Verwarnungen oder Platzverweise erteilt werden – gestützt auf das öffentliche Sicherheitsrecht. Zwar gab es in den Medien vereinzelt Berichte über Warnungen oder Verbote, doch offizielle Statistiken, wie viele Influencer in den vergangenen zwei Jahren tatsächlich Konsequenzen spürten, liegen nicht vor.
Ziel der Strategie ist es, illegale Treffen zu unterbinden, indem gezielt die Organisatoren und Promoter ins Visier genommen werden. Die Polizei setzt dabei auf Echtzeit-Überwachung und grenzüberschreitende Zusammenarbeit, um die Maßnahmen durchzusetzen. Im Fokus steht vor allem die Verhinderung gefährlicher Zusammenkünfte, bevor sie eskalieren.