Münsters Pilotprojekt zur Integration zieht positive Jahresbilanz nach vielfältigen Angeboten
Zenon PechelMünsters Pilotprojekt zur Integration zieht positive Jahresbilanz nach vielfältigen Angeboten
Pilotprojekt in Münster: Erfolgsbilanz nach einem Jahr Integration
Ein Pilotprojekt zur Integration in Münster hat im ersten Jahr stetige Fortschritte gemacht. Verschiedene lokale Organisationen arbeiteten Hand in Hand, um Workshops, Schulungen und Beratungsangebote für Geflüchtete und Migrantinnen und Migranten anzubieten. Die Verantwortlichen ziehen nun eine positive Zwischenbilanz der ersten Phase der Initiative.
Das Projekt vereinte mehrere Akteure, die Integration durch Bildung und Sport förderten. Der Bauwerkstatt des Gremmendorfer Zentrumsrats veranstaltete vier Tage mit Workshops, an denen täglich etwa zwölf Personen teilnahmen. Parallel dazu führten die IHK Nord Westfalen und die Handwerkskammer Münster vier Berufsberatungstermine durch, die insgesamt 74 Interessierte erreichten.
Auch die rechtliche Aufklärung spielte eine zentrale Rolle: Sieben offene Informationsveranstaltungen zum deutschen Rechtssystem lockten jeweils zwischen 15 und 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Die Bundesagentur für Arbeit Ahlen-Münster steuerte sechs Beratungstreffen bei, an denen 125 Personen teilnahmen.
Sport- und Sicherheitsprogramme schufen zusätzliche Begegnungsmöglichkeiten. Die Outlaw gGmbH organisierte mit ihrem Projekt FANport Münster rund 30 Fußballtrainings und 20 allgemeine Sportangebote. Gemeinsam mit dem SC Preußen Münster veranstaltete FANport zudem drei Bewegungs- und Werteworkshops mit 42 Teilnehmenden. Das Fußballteam ZUE Allstars, das etwa 20 aktive Spieler zählt, trat am 30. August 2025 beim Grange Cup an.
Für jüngere Zielgruppen boten der Münsteraner Verkehrssicherheitsrat und die örtliche Polizei neun Fahrradsicherheitskurse sowie vier Schulungen für Fußgänger an. Diese sollten das Verkehrsbewusstsein von Kindern und Jugendlichen stärken.
Die Behörden zeigen sich zufrieden mit den Ergebnissen. Polizeidirektorin Alexandra Dorndorf betonte, dass die Integrationsbemühungen gut ankommen, während Regierungspräsident Andreas Bothe die wertvollen Netzwerke und Chancen hervorhob, die im vergangenen Jahr entstanden sind.
Das Münsteraner Pilotprojekt hat ein breites Spektrum an Aktivitäten realisiert – von Berufsberatung bis hin zu Sportangeboten. Allein an den Rechts-, Arbeitsmarkt- und Sicherheitsprogrammen nahmen über 200 Menschen teil. Mit weiterer Unterstützung soll die Initiative auf ihren ersten Erfolgen aufbauen und Geflüchteten sowie Migrantinnen und Migranten den Einstieg in die Gemeinschaft erleichtern.






