17 April 2026, 20:11

Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro – was das für Arbeitnehmer und Unternehmen bedeutet

Liniengraph, der die Beschäftigungsquote in Frankreich von 2000 bis 2012 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro – was das für Arbeitnehmer und Unternehmen bedeutet

Mindestlohn in Deutschland steigt 2026 auf 13,90 Euro – 2027 folgt weitere Erhöhung auf 14,60 Euro

Ab Januar 2026 wird der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland auf 13,90 Euro steigen, bevor er 2027 erneut auf 14,60 Euro angehoben wird. Die Anpassungen sind das Ergebnis jahrelanger schrittweiser Erhöhungen seit der Einführung des Mindestlohns im Jahr 2015. Unternehmen – darunter auch Friseursalons – bereiten sich nun auf die finanziellen Folgen dieser Veränderungen vor.

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Der gesetzliche Mindestlohn lag bei seiner Einführung 2015 bei 8,50 Euro pro Stunde und erreichte 2022 unter der damaligen Koalitionsregierung 12 Euro. Die für 2026 und 2027 geplanten Erhöhungen werden vom Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks als "ausgewogen und verkraftbar" bezeichnet.

Ein Friseursalon in Lünen plant, die Preise um 4 bis 6 Prozent zu erhöhen, um die höheren Lohnkosten auszugleichen. Die Inhaberin erklärt, dass viele Mitbewerber die Preise niedrig halten, indem sie ihr Personal nur knapp über dem Mindestlohn bezahlen. Studien zeigen zudem, dass eine Erhöhung des Mindestlohns um 10 Prozent die Verbraucherpreise um 6,8 bis 7,8 Prozent steigen lassen kann.

Von der Erhöhung 2025 könnten bis zu 6,6 Millionen Beschäftigte profitieren. Dennoch warnt die Salonbesitzerin aus Lünen vor langfristigen Herausforderungen – insbesondere vor dem Rückgang der Ausbildungszahlen, der die Zukunft der Branche gefährde.

Die Lohnerhöhungen 2026 und 2027 werden Millionen von Arbeitnehmern in Deutschland betreffen. Vor allem kleine Unternehmen, etwa im Friseurgewerbe, passen ihre Preise an, um die steigenden Personalkosten zu bewältigen. Die Änderungen sind Teil eines größeren Trends wachsender Löhne seit der Einführung des Mindestlohns vor über einem Jahrzehnt.

Quelle