Markus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Steve HeckerMarkus Lewe tritt nach 16 Jahren als Münsters Oberbürgermeister zurück
Markus Lewe ist nach 16 Jahren im Amt als Oberbürgermeister von Münster zurückgetreten. Seine letzte Amtszeit endete am 31. Oktober 2025, bevor Tilman Fuchs das Amt am 1. November übernimmt. Lewe hinterlässt eine Stadt, die durch Wachstum, Nachhaltigkeitsbemühungen und eine gestärkte Bürgerbeteiligung geprägt wurde.
Lewe wurde erstmals am 21. Oktober 2009 zum Oberbürgermeister gewählt und bestätigte sein Mandat bei den Wiederwahlen 2015 und 2020. Während seiner Amtszeit wuchs die Einwohnerzahl Münsters um etwa 40.000 auf rund 320.000 im Jahr 2025. Sein Führungsstil zielte darauf ab, die Stadtgesellschaft zu einen und eine Kultur der Teilhabe zu fördern, die das bürgerliche Engagement stärkte.
Eine seiner ersten großen Herausforderungen war 2014 das schwere Hochwasser in der Region. Unter seiner Leitung koordinierte die Stadt Nothilfe und Wiederaufbaumaßnahmen, was eine schnelle Erholung ermöglichte. Später setzte er sich für nachhaltige Mobilität ein, baute das Netz der Münsterland-S-Bahn aus und führte neue Radschnellwege ein.
Über lokale Projekte hinaus vertrat Lewe die kommunalen Interessen auf nationaler und internationaler Ebene. Von 2018 bis 2025 fungierte er als Präsident des Deutschen Städtetags und setzte sich für städtepolitische Belange ein. Sein Engagement für den Umweltschutz brachte Münster Anerkennung ein, darunter das EU Mission Label 2024 und den Europäischen Klimaanpassungspreis in Gold 2025.
Im September 2025 kündigte Lewe an, nicht erneut zu kandidieren. Er dankte für die Jahre im Amt und zeigte sich zuversichtlich, dass sein Nachfolger Tilman Fuchs die Arbeit fortsetzen werde.
Der scheidende Oberbürgermeister hinterlässt ein Erbe aus Wachstum, Nachhaltigkeit und gelebter Bürgerbeteiligung. Das ausgebauten Verkehrsnetz, die Klimaauszeichnungen und die engeren städtischen Gemeinschaftsstrukturen spiegeln seine 16-jährige Amtszeit wider. Nun übernimmt Tilman Fuchs das Ruder – und baut auf den Grundlagen auf, die Lewe geschaffen hat.






