Maria Kalesnikava erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus
Folker RoggeMaria Kalesnikava erhält Karlspreis für ihren Kampf um Demokratie in Belarus
Die belarussische Aktivistin Maria Kalesnikava hat am Samstag in Aachen den Internationalen Karlspreis entgegengenommen. Die Auszeichnung würdigt ihren Einsatz für Demokratie in Belarus – ein Anliegen, für das sie sich trotz jahrelanger Haft weiterhin engagiert. In Deutschland lebend, konzentriert sie sich weiterhin darauf, die Freilassung derer zu erreichen, die noch immer in ihrer Heimat inhaftiert sind.
Der Karlspreis war Kalesnikava bereits vor vier Jahren verliehen worden, als sie noch in Belarus im Gefängnis saß. Erst vor wenigen Monaten freigelassen, konnte sie die Ehrung nun persönlich in Empfang nehmen. Der Preis zeugt von ihrem unermüdlichen Einsatz für demokratische Rechte und die europäische Einheit.
In ihrer Dankesrede betonte sie die Notwendigkeit internationaler Solidarität mit den Belarussen – sowohl im Exil als auch innerhalb des Landes. Zudem lobte sie die historische Bedeutung Aachens als Symbol für beständige Werte.
Kalesnikava teilt sich die Auszeichnung mit anderen belarussischen Persönlichkeiten wie Swjatlana Zichanouskaja und Veronika Zepkalo, die den Preis 2022 erhielten. Gemeinsam arbeiten sie weiterhin an einer demokratischen Zukunft für Belarus. Zu den früheren Preisträgern zählen der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk (2023) sowie der rumänische Präsident Klaus Johannis (2020).
Trotz ihrer Freilassung macht sich Kalesnikava weiterhin große Sorgen um Freunde, die noch immer in belarussischen Gefängnissen festgehalten werden. Sie fordert, dass deren Befreiung Priorität habe, und ruft die europäischen Regierungen auf, gegen die Diktatur standhaft zu bleiben.
Ihre Botschaft bleibt klar: Belarus wird eines Tages eine Demokratie sein. Sie appelliert an die weltweite Gemeinschaft, den Widerstand gegen Unterdrückung – sowohl im Land als auch im Ausland – weiterhin zu unterstützen. Der Karlspreis steht nun als Mahnmal für ihren anhaltenden Kampf – und den größeren Einsatz für die Freiheit Belarus'.