16 March 2026, 00:55

Lankhorsts Markenwechsel löst Erdbeben im Agrarmaschinenhandel aus

Ein Schwarz-Weiß-Foto mit der Aufschrift "A.S. Cleghorn & Co. Importeure, Groß- und Einzelhandelsgeschäft für Allgemeine Handelswaren"

Lankhorsts Markenwechsel löst Erdbeben im Agrarmaschinenhandel aus

Tiefgreifende Umbrüche im Agrarmaschinenmarkt nach Lankhorsts Wechsel von Deutz-Fahr zu CNH-Marken

Die Entscheidung des Landtechnik-Händlers Lankhorst, von Deutz-Fahr zu den Marken des CNH-Konzerns zu wechseln, löst weitreichende Veränderungen im Agrarmaschinenmarkt aus. Mehrere langjährige Händler stehen nun vor einer ungewissen Zukunft, da Verträge überprüft und Kündigungsfristen in Kraft getreten sind. Branchenbeobachter verfolgen gespannt, wie sich diese Verschiebungen auf Handels- und Servicenetze in der Region auswirken werden.

Der Wandel begann, als Lankhorst und die norddeutsche Tochter Lankhorst Nord zu exklusiven A-Händlern für CNH-Marken wie Case IH, Steyr und New Holland wurden. Dennoch werden beide Standorte weiterhin Deutz-Fahr-Maschinen in ihren bisherigen Verkaufsgebieten warten. Parallel hat Engbers Söhne einen langfristigen Vertrag mit Lankhorst abgeschlossen, der die weitere Verteilung von CNH-Produkten wie Case IH und Steyr sichert.

Für andere Händler gestaltet sich die Zukunft weniger klar. CNH hat dem Händler ABC Bruns die exklusiven Vertriebsrechte für New Holland entzogen, auch wenn der bestehende Vertrag noch für weitere 12 Monate gilt. Betroffene Unternehmen wie Mager & Wedemeyer, Kotte Landtechnik und Agrartechnik Altenberge befinden sich derzeit in intensiven Gesprächen mit CNH. Öffentliche Stellungnahmen bleiben jedoch aus – vermutlich aufgrund laufender Kündigungsfristen und vertraglicher Verpflichtungen.

Vor der Übernahme von Case IH, New Holland und Steyr durch CNH Industrial unterhielten diese Marken separate Händlernetze mit strenger regionaler Exklusivität. Dies führte häufig zu überlappenden Verkaufsgebieten, in denen ein Händler die Rechte für eine Marke hielt, während Konkurrenten in benachbartem Gebiet andere Marken vertrieben. Die aktuelle Umstrukturierung wirft zudem Fragen zu den künftigen Vertriebsstrategien von Deutz-Fahr auf, da das Unternehmen noch nicht bekannt gegeben hat, wie es die Lücken durch abwandernde Händler schließen wird.

Betroffene Händler versichern ihren Kunden derweil, dass Verkauf, Service und Ersatzteilversorgung während der Kündigungsfristen uneingeschränkt aufrechterhalten werden. Die langfristigen Auswirkungen auf den regionalen Handel und den Kundendienst bleiben jedoch abzuwarten.

Die Branche wartet nun auf weitere Klarheit, während sich die Händler an die neuen Gegebenheiten anpassen. CNHs Entscheidung zur Neugestaltung seines Vertriebsnetzes hat eine Kettenreaktion ausgelöst: Verträge werden überprüft, und zukünftige Partnerschaften stehen noch in den Sternen. Aktualisierungen zu den nächsten Schritten von Deutz-Fahr sowie zu den weiteren Folgen für den lokalen Markt werden erwartet, sobald die Verhandlungen voranschreiten.

AKTUALISIERUNG

Lankhorst präsentiert CNH-Partnerschaftsveranstaltung

Lankhorst hat die Pläne für eine Hausmesse am 7.-8. März 2026 in Emsbüren bestätigt, um seine neue CNH-Partnerschaft zu präsentieren. Die Veranstaltung wird die Marken Case IH, New Holland und Steyr den Kunden vorstellen und den Service für Deutz-Fahr aufrechterhalten. Wichtige Details sind:

  • 14 Standorte in Nordwestdeutschland, die CNH-Marken abwickeln.
  • Erweitertes Angebot mit Fokus auf Mähdrescher und hochleistungsstarke Traktoren.
  • Kunden können sich auf ununterbrochenen Service für bestehende Deutz-Fahr-Ausstattung verlassen.