17 April 2026, 06:14

Kreis Düren nach Skandal: Wendepunkt mit Abberufung von Kommissar Aßhoff

Alte 18. Jahrhundert-Karte von Köln, Deutschland, zeigt Gebäude, Bäume und Text auf altem Papier.

Kreis Düren nach Skandal: Wendepunkt mit Abberufung von Kommissar Aßhoff

Die Übergangsführung im Kreis Düren ist mit der offiziellen Abberufung von Ferdinand Aßhoff beendet worden. Aßhoff war als staatlich bestellter Kommissar eingesetzt worden, um den Kreis nach einem schweren Schmuggelskandal zu stabilisieren. Sein Abschied markiert einen Wendepunkt für die lokalen Verantwortlichen, die noch immer mit den Folgen der Affäre kämpfen.

Aßhoff hatte das Amt im Kreis Düren nach den Vorwürfen gegen den damaligen Landrat Wolfgang Spelthahn übernommen. Zu seinen Aufgaben gehörte es, die Finanzen des Kreises neu auszurichten und die Pflichtumlagen der Gemeinden zu senken, um deren finanzielle Belastung zu verringern. Eine seiner umstrittensten Maßnahmen war der Vorstoß, Kita-Gebühren wieder einzuführen – ein Schritt, der bei Bürgern und Kommunalpolitikern auf Kritik stieß.

Besonders belastend war die Krise für die Mitarbeiter der Kreisverwaltung. Zwischen dem Skandal und der Suspendierung Spelthahns arbeiteten sie unter enormem Druck. Zwar wurde eine Abschiedsveranstaltung für Aßhoff abgehalten, doch der neu gewählte Landrat Ralf Nolten blieb der Feier fern. Nolten, der sich im Urlaub befand, hatte sich zuvor gegen Aßhoffs Sparmaßnahmen ausgesprochen.

Der Kölner Regierungspräsident Thomas Wilk verteidigte die Entsendung Aßhoffs nach Düren als richtige Entscheidung, um Stabilität wiederherzustellen. Dennoch steht der Kreis weiterhin vor Herausforderungen, um die Nachwirkungen der Schmuggelaffäre zu bewältigen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mit Aßhoffs Abgang übernimmt nun Ralf Nolten dauerhaft die Führung im Kreis Düren. Der Übergang erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Verantwortlichen weiterhin mit den finanziellen und verwaltungstechnischen Altlasten des Skandals zu kämpfen haben. Wie der Kreis diese Probleme in den kommenden Monaten bewältigt, wird über seine Erholung entscheiden.

Quelle