Kita-Gebühren in Düren: Eltern fühlen sich von Politik getäuscht und protestieren
Nadeshda SölzerKita-Gebühren in Düren: Eltern fühlen sich von Politik getäuscht und protestieren
Kita-Gebühren in Düren: Kreis will ab 2026 wieder Beiträge erheben – Eltern fühlen sich getäuscht
Seit 2018 sind die Kitas im Kreis Düren für die meisten Familien kostenfrei – nur Spitzenverdiener zahlen bisher Gebühren. Doch heute berät der Kreistag über die Wiedereinführung von Elternbeiträgen für weitere Haushalte. Der Vorstoß stößt bereits jetzt auf scharfe Kritik von Elternvertretern, die den Politikern vorwerfen, sie bewusst im Unklaren gelassen zu haben.
Bisher müssen nur Haushalte mit einem Jahreseinkommen von über 120.000 Euro für die Betreuung zahlen. Ab August 2026 soll jedoch eine gestaffelte Beitragstabelle gelten: Familien mit einem Einkommen unter 45.000 Euro bleiben befreit, alle anderen müssen je nach Betreuungsumfang monatlich zwischen 80 und 510 Euro zahlen.
Der Kreistag muss die Entwurfsfassung der neuen Regelung heute finalisieren. Anschließend hat die Bezirksregierung Köln bis zum 23. Oktober Zeit, eine offizielle Stellungnahme abzugeben. Sobald die Änderungen beschlossen sind, übernimmt ab dem 1. November ein neu gewählter Kreistag sowie ein neuer Landrat die Verantwortung.
Durch die Wiedereinführung der Gebühren könnten dem Kreis jährlich mehrere Millionen Euro zusätzlich zufließen. Der Elternbeirat des Jugendamts wirft der Politik jedoch Täuschung vor: Die Familien seien über die geplanten Änderungen nicht ausreichend informiert worden.
Falls der Kreistag den Beschluss fasst, müssen Eltern in Düren ab Mitte 2026 schrittweise wieder für die Kinderbetreuung zahlen. Die Entscheidung wäre zudem eine der ersten großen kurswechselnden Weichenstellungen unter der neuen Kreisführung. Die Mehreinnahmen sollen zwar lokale Dienstleistungen finanzieren – doch der Widerstand der Elterninitiativen bleibt massiv.






