27 March 2026, 04:14

KI und Cloud-Sicherheit: Wie Mona TeleICU die Intensivmedizin über Ländergrenzen vernetzt

Eine Gruppe von Menschen in einem Krankenhauszimmer mit einem Mann, der ein Mikrofon hält, einem Bett mit einer Decke, medizinischer Ausrüstung, einem Röntgengerät, einer Tafel mit Text, einer Tür und Deckenleuchten.

KI und Cloud-Sicherheit: Wie Mona TeleICU die Intensivmedizin über Ländergrenzen vernetzt

Eine neue Telemedizin-Plattform revolutioniert die Zusammenarbeit von Intensivteams über Grenzen hinweg

Die Plattform Mona TeleICU, entwickelt vom Unternehmen Clinomic, setzt auf sichere Technologien, um Ärztinnen und Ärzte in Echtzeit mit Patientendaten zu vernetzen. Bereits jetzt hilft das System deutschen Krankenhäusern, Beratungen zu beschleunigen und die Dokumentation zu vereinfachen.

Clinomic hat Mona TeleICU als Medizinprodukt der Klasse IIa auf den Markt gebracht und garantiert damit hohe Sicherheitsstandards. Die Plattform nutzt Ende-zu-Ende-verschlüsselte Peer-to-Peer-Verbindungen, um sensible Patientendaten während der Übertragung zu schützen. Sie ist mit dem Mona PDMS (Patient Data Management System) kompatibel und entspricht dem HL7-FHIR-Standard, was eine reibungslose Anbindung an andere klinische Systeme und Geräte ermöglicht.

Doch das System geht über reine Datenaustauschfunktionen hinaus: Eine KI-gestützte Spracherkennung automatisiert die Dokumentation, wobei die zugrundeliegenden Modelle auf der sicheren Cloud-Infrastruktur von Clinomic gehostet werden. Diese Architektur ermöglicht die Echtzeitverarbeitung von Audio-, Video- und medizinischen Messdaten – und verschafft Behandelnden so ein umfassendes Bild des Patientenzustands.

Clinomic entstand 2019 als Ausgründung der RWTH Aachen und hat sich seitdem in mehreren EU-Ländern etabliert. Das Unternehmen sicherte sich zudem Fördergelder für Projekte wie den Europäischen Gesundheitsdatenraum (European Health Data Space, EHDS) und ICUdata4Europe. Letzteres zielt darauf ab, Sekundärdaten aus Intensivstationen für Forschung und Innovation länderübergreifend nutzbar zu machen.

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Obwohl Mona TeleICU noch in keinem EU-Land offiziell in klinische Abläufe integriert wurde, ist die Plattform bereits in mehreren deutschen Krankenhausnetzwerken im Einsatz. Dort erleichtert sie schnellere Fachkonsile und reduziert den manuellen Dokumentationsaufwand für das medizinische Personal.

Durch die Kombination aus Verschlüsselung, KI und Cloud-Sicherheit modernisiert Mona TeleICU die Zusammenarbeit in der Intensivmedizin. Die C5-zertifizierte Infrastruktur erfüllt strenge deutsche Datenschutzvorgaben und ermöglicht gleichzeitig grenzüberschreitende Forschungsvorhaben. Krankenhäuser, die das System nutzen, können so kritische Patientendaten effizienter austauschen und abrufen als je zuvor.

Quelle