20 March 2026, 16:11

Junge Menschen verlieren das Vertrauen in die deutsche Demokratie – was jetzt hilft

Ein Plakat mit der Aufschrift "Mangelnde Bildung: Der bösartige Kreislauf" mit chaotischen Bildern von verschiedenen Menschen und fettem schwarzem Text.

Junge Menschen verlieren das Vertrauen in die deutsche Demokratie – was jetzt hilft

Neuer Bericht aus Nordrhein-Westfalen: Wachsende Unzufriedenheit junger Menschen mit der Demokratie in Deutschland

Eine aktuelle Studie aus Nordrhein-Westfalen zeigt eine zunehmende Unzufriedenheit mit der Demokratie unter jungen Menschen in Deutschland. Die Zufriedenheitswerte sind deutlich gesunken – weniger als die Hälfte der 18- bis 29-Jährigen ist noch mit der Funktionsweise der Demokratie im Alltag zufrieden. Die Ergebnisse verdeutlichen zudem einen Anstieg undemokratischer Einstellungen und ein schwindendes Vertrauen in zentrale Institutionen.

Demokratievertrauen bröckelt – besonders bei Jugendlichen

Der dritte Demokratie-Bericht belegt, dass die Unterstützung für die Demokratie nachlässt, vor allem in jüngeren Altersgruppen. 2025 befürworten nur noch 83 Prozent der 19- bis 29-Jährigen die demokratische Staatsform – ein Rückgang gegenüber den Vorjahren. Gleichzeitig sind 47 Prozent der Befragten mittlerweile der Meinung, die Gesellschaft brauche "eine starke einzelne Partei", während 15 Prozent unter bestimmten Umständen sogar eine Diktatur akzeptieren würden.

Besonders stark ist der Vertrauensverlust in Institutionen bei jungen Menschen. Umfragen, die seit 2017 die Haltung verschiedener Generationen erfassen, zeigen: Die Zufriedenheit mit der demokratischen Praxis bei den 18- bis 29-Jährigen ist von etwa 50 auf unter 40 Prozent eingebrochen. Bundesbildungsministerin Karin Prien warnt, dass Frauenfeindlichkeit, Gewalt und Extremismus im Netz die Radikalisierung von Kindern und Jugendlichen beschleunigen.

Drei Gruppen: Demokraten, "fragile Demokraten" und Demokratiegegner

Die Studie unterscheidet drei Gruppen: 44 Prozent gelten als "Demokraten", 42 Prozent als "labile Demokraten" und 8 Prozent als "Demokratiegegner". Extremistische Botschaften in sozialen Medien, Chatgruppen und Gaming-Communities setzen junge Menschen schneller schädlichen Einflüssen aus, als es die klassische politische Bildung ausgleichen kann. Schulen kommen mit der Bekämpfung digitaler Radikalisierung kaum nach – Fachleute fordern daher eine Stärkung der politischen Bildung, um demokratische Widerstandsfähigkeit zu fördern.

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Dringender Handlungsbedarf: Politische Bildung gegen Online-Extremismus

Die Ergebnisse unterstreichen, wie dringend politische Bildung in Schulen verbessert werden muss, um dem Online-Extremismus entgegenzuwirken. Da nur noch die Hälfte der jungen Menschen mit der Leistung der Demokratie zufrieden ist, betont der Bericht die Notwendigkeit gezielter Maßnahmen. Der Aufbau demokratischer Werte in den jüngeren Generationen ist nun eine zentrale Priorität für die Politik.

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