07 May 2026, 02:09

Jeder zweite Babyboomer droht im Ruhestand in Wohnungsarmut zu rutschen

Kleines weißes Gebäude mit schwarzer Tür und Fenstern, das sich in der Altstadt von Heidelberg befindet und eine Treppe mit Geländer, eine Außenwandbeleuchtung, Gras, Bäume, entfernte Gebäude, einen Turm und einen bewölkten Himmel zeigt.

Jeder zweite Babyboomer droht im Ruhestand in Wohnungsarmut zu rutschen

Fast die Hälfte der deutschen Babyboomer könnte im Ruhestand mit finanziellen Problemen kämpfen. Eine neue Studie warnt, dass 40 Prozent dieser Generation – etwa 5,1 Millionen Menschen – eine gesetzliche Rente von weniger als 800 Euro im Monat erhalten werden. Experten sehen steigende Mieten inzwischen als zentralen Faktor, der viele in den kommenden Jahren in Wohnungsarmut treiben könnte.

Die jüngste Untersuchung des Pestel-Instituts zeichnet ein düsteres Bild für Rentner in Nordrhein-Westfalen. Allein in der Region könnten über eine Million Babyboomer innerhalb des nächsten Jahrzehnts Schwierigkeiten haben, ihre Wohnkosten zu tragen. Hohe Mieten werden die Situation für diejenigen, die ohnehin schon ein knappes Budget haben, weiter verschärfen.

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Bundesweit ist das Problem bereits sichtbar. Mehr als 760.000 Rentner sind derzeit auf Grundsicherungsleistungen angewiesen – das entspricht 4,3 Prozent aller Ruheständler. Die Entwicklung deutet darauf hin, dass diese Zahl steigen wird, da bis 2036 immer mehr Babyboomer aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

Robert Feiger, Vorsitzender der Gewerkschaft IG Bau, fordert dringendes Handeln. Er bezeichnet bezahlbaren Wohnraum als „das soziale Thema Nummer eins“ und betont die Notwendigkeit von mehr Neubauten. Feiger argumentiert, dass ein größeres Wohnungsangebot nicht nur Armut lindern, sondern auch das Wirtschaftswachstum ankurbeln würde.

Die Ergebnisse zeigen eine wachsende Krise für Rentner auf, bei der Millionen von finanziellen Härten bedroht sind. Ohne Gegenmaßnahmen könnten steigende Mieten und niedrige Renten vielen Babyboomern die Möglichkeit nehmen, sich stabiles Wohnen leisten zu können. Politiker und Gewerkschaften drängen nun auf Lösungen, um in den kommenden Jahren eine weit verbreitete Wohnungsarmut zu verhindern.

Quelle