07 May 2026, 10:11

Dortmunder Forscher entwickeln Hochspannungsbatterie mit 20.000 Volt für mehr Effizienz

Schema einer Batterie, die an ein Voltmeter angeschlossen ist, mit erklärendem Text.

Dortmunder Forscher entwickeln Hochspannungsbatterie mit 20.000 Volt für mehr Effizienz

Ein neues Forschungsprojekt könnte die Speichertechnologie für Batterien revolutionieren – durch eine drastische Erhöhung ihrer Spannung. Unter der Leitung von Professor Martin Kiel an der Fachhochschule Dortmund verspricht die Initiative KV BATT, mit diesem Ansatz Energieverluste zu verringern und den Wartungsaufwand zu reduzieren. Das Team hat bereits eine modulare Hochspannungseinheit im Labor entwickelt und erfolgreich getestet.

Aktuelle Großspeicherbatterien arbeiten in der Regel mit etwa 1000 Volt. Wie Kiel erklärt, führen die dabei auftretenden hohen Ströme zu Widerstandsverlusten, die die Effizienz mindern. Das KV BATT-Projekt schlägt vor, die Spannung um das Zehn- bis Zwanzigfache zu erhöhen – auf 10.000 bis 20.000 Volt.

Durch die höhere Spannung ließen sich Widerstandsverluste reduzieren, der Kühlbedarf sinken und der interne Energieverbrauch verringern. Die Forscher haben ein kompakteres Batteriemodul entwickelt, das kaum Wartung erfordert. Ein Praxistest ist in Ense geplant, wo ein herkömmliches 1000-Volt-System direkt mit der neuen Hochspannungsvariante verglichen werden soll.

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Das Verfahren des Projekts durchläuft derzeit das europäische Patentverfahren. Die Wissenschaftler sind überzeugt, dass ihr Ansatz die zukünftige Batteriespeichertechnik maßgeblich prägen könnte.

Die Urheberrechte an den Projektergebnissen liegen bei der Fachhochschule Dortmund. Interessierte können sich für Kooperationsanfragen an die allgemeine E-Mail-Adresse der Hochschule wenden. Sollte sich das Hochspannungsdesign durchsetzen, könnte es die Konstruktion und den Betrieb großer Batteriesysteme grundlegend verändern.

Quelle