Fußballclubs setzen auf Solarenergie mit innovativen Batteriespeichern
Nadeshda SölzerFußballclubs setzen auf Solarenergie mit innovativen Batteriespeichern
Zwei Fußballvereine bauen ihre Nutzung von Solarenergie mit neuen Batteriespeicherprojekten aus. Der britische Klub Avro FC aus Oldham schreibt derzeit ein Dachsystem aus, während Borussia Dortmund eine umfangreiche Aufrüstung seiner bestehenden Anlage plant. Beide Initiativen zielen darauf ab, die Energieeffizienz in ihren Stadien zu steigern.
Avro FC hat eine Ausschreibung für ein Solarsystem mit Batteriespeicher am Whitebank-Stadion gestartet. Der Verein sucht einen Auftragnehmer, der Planung, Ingenieursleistung und Installation als schlüsselfertige Lösung übernimmt. Die Angebote müssen bis zum 30. November eingereicht werden.
Die geplante Anlage umfasst ein 80-kW-Solarmodul und eine 40-kW-Batterieeinheit. Diese Dimensionierung ist etwa 10 bis 15 Prozent größer als ursprünglich vorgesehen. Der Klub hatte bereits 2011 eine 900-kW-Photovoltaikanlage installiert, erweitert nun aber seine Kapazitäten durch die zusätzliche Speichertechnologie.
Unterdessen baut Borussia Dortmund seine eigene Solarstromkapazität aus. Der Bundesligist wird eine 3,7-MWh-Batterie an seine bestehende 5-MW-Dachphotovoltaikanlage anschließen. Nach der Fertigstellung Anfang 2026 soll die Batterie die von den Modulen erzeugte Energie speichern. Der Solarstrom deckt bereits etwa die Hälfte des Strombedarfs des Stadions ab.
Bisher ist kein anderer Bundesligaverein bekannt, der an seinem Spielort eine öffentlich dokumentierte Solaranlage mit Batteriespeicher betreibt.
Die Projekte markieren einen Schritt in Richtung größerer Energieunabhängigkeit für beide Vereine. Die Ausschreibung von Avro FC läuft noch bis Ende November, während Dortmunds Batteriesystem bis 2026 fertiggestellt werden soll. Die Aufrüstungen werden die Abhängigkeit der Stadien von erneuerbaren Energien für den Betrieb weiter erhöhen.






