Ford in Europa: Jobabbau und verzweifelte Rettung durch Renault-Elektroautos

Admin User
2 Min.
Ein Auto mit Textzitaten darunter in einem bearbeiteten Bild.Admin User

Ford in Europa: Jobabbau und verzweifelte Rettung durch Renault-Elektroautos

Ford steht in Europa vor großen Herausforderungen, da das Unternehmen seine Pläne für Elektrofahrzeuge zurückfährt und sich auf massive Stellenstreichungen bei der Arbeitsagentur vorbereitet. Das einstige Produktionszentrum in Köln arbeitet derzeit nur noch mit 26 Prozent Auslastung – Tausende Arbeitsplätze sollen bis 2027 wegfallen. Gleichzeitig soll eine neue Partnerschaft mit Renault Fords angeschlagene Pkw-Sparte mit günstigeren Elektromodellen wiederbeleben – allerdings erst ab 2028. Die Probleme des Konzerns in Europa begannen mit dem Aus für erschwingliche Modelle wie den Fiesta, ohne dass ein direkter Nachfolger in Sicht war. Kombiniert mit teuren Elektroautos, die zu spät auf den Markt kamen, führten diese Entscheidungen zu sinkenden Verkaufszahlen und einem schrumpfenden Marktanteil. Die Lage verschärfte sich, als Ford die Pläne für eine zweite Generation von E-Autos in den USA strich – mit der Folge einer Wertberichtigung in Höhe von 19,5 Milliarden Dollar. Im Dezember 2024 änderte CEO Jim Farley die Strategie, nachdem der damalige US-Präsident Donald Trump sich kritisch zu Verbrennermotoren geäußert und Steuervorteile für Elektroautos gestrichen hatte. Dennoch hält Ford in Europa an der Elektrifizierung fest: Im Kölner Werk werden mittlerweile nur noch die elektrischen Versionen des Explorer und des Capri gefertigt. Doch selbst diese Modelle kämpfen um Kunden – bis Ende 2025 werden lediglich 65.000 Einheiten erwartet, weit entfernt von der Gewinnschwelle. Um die Kosten zu drücken, kooperiert Ford nun mit Renault, um neue, preiswertere Elektroautos zu entwickeln. Diese Fahrzeuge, basierend auf Renaults Ampere-Plattform, sollen ab 2028 im französischen Werk ElectriCity in Douai vom Band rollen. Die Folgen für den Standort Köln sind dramatisch: Die Belegschaft, die einst 50.000 Mitarbeiter zählte, wird bis Ende 2027 auf 7.800 schrumpfen – rund 3.700 Arbeitsplätze fallen weg. Gewerkschaften und Branchenexperten stehen der Partnerschaft mit Renault skeptisch gegenüber. Sie zweifeln daran, ob der späte Marktstart der günstigeren Modelle ausreicht, um Fords Niedergang in Europa aufzuhalten – zumal die Produktion zunehmend aus Deutschland abwandert. Die Pkw-Sparte des Konzerns in Europa steckt in einer Abwärtsspirale, neue Modelle für das Kölner Werk sind nicht geplant. Die Zukunft des Standorts hängt nun an der Produktion der Kleinstserie von Explorer und Capri, während die Hoffnungen auf eine Erholung auf den ab 2028 von Renault gebauten E-Autos ruhen. Die nächsten Schritte des Unternehmens werden zeigen, ob es in einem immer härter umkämpften Markt wieder Boden gutmachen kann.

Neueste Nachrichten
Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer Straße, hält eine 'Menschliche Rechte'-Schriftzug-Tafel und verschiedene Plakate, mit Bäumen, Laternenmasten und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Bottrops Bürgerdialog Klartext startet mit neuem Format in Kirchhellen

Politik zum Mitreden: Bottrops Bürgermeister tauschen sich direkt mit Bürger:innen aus – diesmal im Hof Jünger. Werden Ihre Themen gehört?

Portrait eines Mannes in Anzug mit ordentlich gekämmtem Haar, der direkt in die Kamera schaut und dabei ernst und leicht lächelt, die Hände vor der Brust verschränkt.
Unterhaltung 2 Min.

Rattelschneck gewinnt den Göttinger Elch 2026 für scharfe Satire und Kunst

Mit beißendem Witz und künstlerischem Feingefühl setzen sie Maßstäbe. Jetzt wird ihr Lebenswerk in Göttingen gefeiert – mit Ausstellung, Live-Act und Elch-Brosche.

Eine alte Werbung für eine Glasfabrik in London, die Text und Bilder der Glasherstellung zeigt.
Wirtschaft 2 Min.

Ritzenhoff feiert Comeback nach der Pleite mit klugen Reformen und neuem Teamgeist

Einst am Abgrund, heute wieder auf Wachstumskurs: Wie Ritzenhoff mit radikalen Veränderungen und einem neuen Führungsteam die Krise überwand. Die Belegschaft jubelt – und die Zahlen geben ihr recht.

Ein detailliertes altes Papierkarte von Westfalen, das geografische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Informationen über die Region und ihre Bewohner liefert.
Allgemeine Nachrichten 1 Min.

Gregor Lange übernimmt als neuer Regierungspräsident in Köln

Ein Wechsel an der Spitze: Der Dortmunder Polizeichef Gregor Lange wird Kölns neuer Regierungspräsident. Was bedeutet das für die Region?

Eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne, einige halten Musikinstrumente, mit Stufen, die zur Bühne führen, und einem Schild im Hintergrund mit der Aufschrift "Rihanna - Live in der O2 Arena, London".
Promis 2 Min.

Bushido holt zwei Seniorinnen auf die Bühne – und sorgt für Gänsehautmomente

Eine 98-jährige Edith Piaf und ihre Freundin Elli rockten mit Bushido die Bühne. Was als spontane Idee begann, wurde zum emotionalsten Moment des Konzerts.

Ein Polizist in schwarzer Uniform und Mütze steht auf einer Straße in Berlin umgeben von Verkehrskegeln, Fahrrädern, Laternenpfählen, Bäumen und Gebäuden, mit einem Uhrenturm und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Dirk Hulverscheidt wird neuer Polizeidirektor von Nordrhein-Westfalen

Vom Streifenbeamten zum obersten Polizeidirektor: Wie Hulverscheidts Expertise in Großlagen ihn an die Spitze der NRW-Polizei brachte. Was plant er für die Zukunft?

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines älteren Mannes, der einen Fußball hält und vor Bäumen und Himmel steht.
Europäische Ligen 2 Min.

Dominique Heintz bleibt dem 1. FC Köln treu – trotz Vertragsende und Verletzungspause

Sein Vertrag läuft aus, doch Heintz will bleiben. Warum der Verteidiger trotz Verletzung und Bayern-Duell fest zum FC Köln steht – und was jetzt passiert.

Ein Fußballspiel wird in einem großen Stadion mit Zuschauern auf dem Feld und Sitzplätzen im Hintergrund unter hellen Flutlichtstrahlern gespielt.
Europäische Ligen 1 Min.

Borussia Dortmund: Trotz Gerüchten betont Kobel den Zusammenhalt der Mannschaft

Gerüchte um Unstimmigkeiten bei Borussia Dortmund halten sich hartnäckig. Doch Torhüter Kobel betont: „Wir stehen zusammen – egal, was draußen erzählt wird.“ Was steckt wirklich dahinter?