Essen bleibt Vorreiter: Zum zweiten Mal als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet
Folker RoggeEssen bleibt Vorreiter: Zum zweiten Mal als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet
Essen wurde erneut als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet, nachdem die Stadt seit zwölf Jahren alle fünf Kriterien der internationalen Kampagne erfüllt. Die erste Auszeichnung erhielt Essen bereits 2012, nun wurde die Stadt von Fairtrade Deutschland zum zweiten Mal bestätigt.
Offiziell wurde Essen am 15. November 2013 als 211. deutsche Fairtrade-Stadt zertifiziert. Seitdem hält die Stadt ihr Engagement dank der Unterstützung lokaler Unternehmen, öffentlicher Einrichtungen und Bürgerinnen und Bürger aufrecht. Nur fünf Tage später schloss sich Essen zudem dem Netzwerk Fair Metropole Ruhr an und stärkte so die regionale Vernetzung innerhalb der Bewegung.
Oberbürgermeister Thomas Kufen begrüßte die erneute Auszeichnung und betonte den gemeinsamen Einsatz der Essener Bevölkerung. Simone Raskob, Dezernentin für Umwelt, Verkehr und Sport, unterstrich dies und verwies auf das langjährige Engagement der Stadt für Nachhaltigkeit und fairen Handel.
Essens Erfolg ist Teil eines größeren Trends: In Deutschland gibt es mittlerweile über 820 Fairtrade-Städte, weltweit ist die Bewegung in 36 Ländern mit mehr als 2.000 zertifizierten Kommunen vertreten. Besonders aktiv sind dabei das Vereinigte Königreich, Schweden, Brasilien und der Libanon.
Um den Status zu behalten, muss Essen die aktive Unterstützung von Einzelhändlern, Gastronomiebetrieben, öffentlichen Einrichtungen und lokalen Medien aufrechterhalten. So bleiben die Prinzipien des fairen Handels fest im städtischen Alltag verankert.
Die erneute Auszeichnung bestätigt Essens fortlaufende Rolle in der Fairtrade-Bewegung. Mit Rückhalt aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft setzt sich die Stadt weiterhin für ethischen Konsum ein. Gleichzeitig positioniert sich Essen damit in einem wachsenden Netzwerk von über 2.000 Fairtrade-Städten weltweit.