Ehekrise bei den Royals: Wie Elizabeth II. und Prinz Philip jahrzehntelang Distanz lebten
Nadeshda SölzerEhekrise bei den Royals: Wie Elizabeth II. und Prinz Philip jahrzehntelang Distanz lebten
Die Ehe zwischen Königin Elizabeth II. und Prinz Philip galt lange als eine stabile Partnerschaft. Doch hinter den Kulissen zeichnen Berichte das Bild einer komplexen Beziehung, geprägt von Distanz und Gerüchten über Untreue. Als der Prinz im April 2021 starb, hatte er bereits Jahre getrennt von der Königin gelebt, kehrte aber in seinen letzten Tagen an ihre Seite zurück.
Jahrzehntelang rankten sich Gerüchte um das Privatleben Prinz Philips. Eine hartnäckige Spekulation betraf Penelope Knatchbull, Countess Mountbatten of Burma – bekannt als Penny –, die 32 Jahre jünger war als er. Mitarbeiter sollen sie angeblich „Und auch“ genannt haben, weil der Prinz sie häufig in seine Einladungen einbezog. Eine angebliche Affäre wurde nie bestätigt, blieb aber stets Gesprächsthema.
Der Königin nachgesagt wurde, sie habe eine Akte mit mindestens einem Dutzend Frauen geführt, die mit ihrem Mann in Verbindung gebracht wurden. Ihre Verärgerung über solche Behauptungen kam 2020 zum Vorschein, als die Biografin Ingrid Seward „Prince Philip Revealed“ veröffentlichte – ein Buch, in dem behauptet wurde, er habe mit der französischen Schauspielerin Helene Cordet zwei Kinder gezeugt. Die Königin soll auf die Veröffentlichung wütend reagiert haben.
Bis August 2017 spiegelten die Wohnverhältnisse des Paares ihre wachsende Entfremdung wider: Prinz Philip zog sich aus der Öffentlichkeit zurück und lebte fortan auf Wood Farm, einem Anwesen auf dem Sandringham-Gut, während die Königin in Schloss Windsor blieb. Trotz der räumlichen Trennung gestattete sie ihm, seinen Leidenschaften nachzugehen – etwa dem Kutschenfahren und dem Lesen.
Einige Royal-Experten gingen noch weiter und stellten sogar die Vaterschaft von Prinz Andrew infrage. Der Biograf Andrew Lownie äußerte die Vermutung, der zweite Sohn der Königin könnte in Wahrheit das Kind ihres langjährigen Rennstall-Managers, Lord Porchester, sein. Einige Historiker spekulierten sogar, die Königin selbst habe möglicherweise als Reaktion auf die angeblichen Seitensprünge ihres Mannes Affären gehabt.
In seinen letzten Monaten jedoch kehrte Prinz Philip an die Seite der Königin zurück. Obwohl er im April 2021 allein starb, hatte ihre jahrzehntelange Bindung – trotz aller Belastungen – bis zuletzt Bestand.
Die Details aus dem Privatleben des Königspaares bleiben weitgehend unbestätigt, doch die Schilderungen zeichnen das Bild einer Ehe, die Pflicht und persönliche Freiheit in Einklang brachte. Prinz Philips Tod markierte das Ende einer Partnerschaft, die trotz aller Herausforderungen über sieben Jahrzehnte hielt. Noch Jahre später wird das Erbe ihrer Beziehung genau unter die Lupe genommen.






