Dortmunds neuer Oberbürgermeister bricht mit 80 Jahren SPD-Ära
Alexander Kalouti hat offiziell am 30. Oktober 2025 um Mitternacht das Amt des Dortmunder Oberbürgermeisters angetreten. Seine Wahl markiert einen historischen Wandel und beendet fast 80 Jahre SPD-Führung in der Stadt. Der 57-Jährige, der von Beruf Schauspieler ist, steht nun vor der Herausforderung, ohne stabile Ratsmehrheit zu regieren.
Kaloutis Sieg bricht mit einer langen Tradition – er ist der erste Oberbürgermeister seit 1946, der nicht der SPD angehört. Anders als seine Vorgänger übernimmt er das Amt mit einer CDU-Fraktion, die im Stadtrat nur die zweitstärkste Kraft stellt. Fehlende klare Mehrheiten zwingen ihn dazu, für seine Vorhaben von Fall zu Fall wechselnde Bündnisse zu schmieden.
Seine oberste Priorität liegt in der Belebung der Dortmunder Innenstadt. Mit der Schaffung attraktiverer öffentlicher Räume will er dem städtischen Niedergang entgegenwirken. Trotz des Drucks beschreiben ihn Vertraute als gelassen und souverän.
Zur Vorbereitung auf seine neue Rolle hat er wochenlang die kommunale Satzung studiert und sich mit Ratsmitgliedern ausgetauscht. Die übliche Amtsübergabe mit dem scheidenden Oberbürgermeister Thomas Westphal fand jedoch wegen Terminüberschneidungen nicht statt.
Kaloutis Amtszeit beginnt mit dem Fokus auf die Erneuerung der Dortmunder Kernbereiche. Ohne stabile Mehrheit wird sein Erfolg davon abhängen, wie gut es ihm gelingt, parteiübergreifende Kompromisse zu schließen. Die Stadt wartet nun gespannt darauf, wie sein Kurs ihre Zukunft prägen wird.






