11 May 2026, 06:11

Dortmund kämpft mit kostenlosen Schwimmkursen gegen Nichtschwimmer-Welle

Zwei Kinder schwimmen in einem mit Wasser gefüllten Pool.

Dortmund kämpft mit kostenlosen Schwimmkursen gegen Nichtschwimmer-Welle

Hunderte Kinder in Dortmund nehmen an kostenlosen Schwimmkursen teil

Hunderte Kinder in Dortmund besuchen in diesem Herbst kostenlose Schwimmkurse. Die Angebote sollen ein wachsendes Problem bekämpfen: Viele Kinder und Jugendliche in der Region können nicht sicher schwimmen. In einigen Stadtteilen fehlen bis zu 80 Prozent der Kinder grundlegende Schwimmfähigkeiten.

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Über 300 Kinder nehmen an intensiven zweiwöchigen Kursen im Dortmunder Südbad teil. Das Programm, geleitet von Kirstin Haumann vom Verein Bewegungswelten, richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der zweiten Klasse. Die Kurse sind kostenfrei und finden während der Herbstferien statt.

Das Training beginnt mit der Gewöhnung ans Wasser, bei der die Kinder Gleiten, Schweben und das Rufen um Hilfe üben. Im weiteren Verlauf lernen sie lebenswichtige Techniken wie das Rückenschwimmen. Das Ziel: Jedes Kind soll bis zum Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen können.

Lokale Vereine und der StadtSportBund Dortmund haben sich zusammengeschlossen, um den Zugang zu Schwimmkursen zu erweitern. Haumann rät Eltern zudem, auch nach dem Erwerb des Seepferdchen-Abzeichens weiter mit ihren Kindern zu üben. Ohne regelmäßiges Training, warnt sie, könnten die Fähigkeiten schnell wieder verloren gehen.

Das Problem beschränkt sich nicht auf Dortmund. In ganz Nordrhein-Westfalen kann jedes fünfte Kind nicht schwimmen – eine alarmierende Zahl, die Sportverbände und Kommunen zum Handeln zwingt. Die Dortmunder Initiative ist Teil einer landesweiten Kampagne, um die Sicherheit von Kindern im und am Wasser zu verbessern. Mit kostenlosen Kursen und gemeinschaftlicher Unterstützung wollen die Organisatoren die Zahl der Nichtschwimmer in der Stadt verringern. Die Angebote werden fortgeführt, damit möglichst viele Kinder die notwendigen Fähigkeiten erwerben, bevor sie die Grundschule verlassen.

Quelle