12 March 2026, 18:14

Die taz beendet ihre werktäglichen Printausgaben – ein Abschied mit Stil und Thriller

Ein altes Buch mit einer vergilbten Seite, die eine Tabelle mit englischen Namen in sauberer, geschwungener Schrift zeigt, die in Spalten mit einem dekorativen Rahmen unterteilt ist.

Die taz beendet ihre werktäglichen Printausgaben – ein Abschied mit Stil und Thriller

Die taz (tageszeitung) stellt nach Jahrzehnten ihre werktäglichen Printausgaben ein. Die letzte Montags-bis-Freitags-Ausgabe erscheint am 17. Oktober 2025 – ein bedeutender Schritt hin zu einer digitalen Erstveröffentlichung. Um den Wandel zu würdigen, hat die Zeitung einen speziellen "auto-fiktionalen Agenten-Thriller" über ihre eigene Geschichte veröffentlicht und 13 Autor:innen eingeladen, sich mit den Themen Abschied und Solidarität auseinanderzusetzen.

Ab dem 17. Oktober 2025 wird die taz keine werktäglichen Printausgaben mehr drucken. Stattdessen finden Leser:innen tägliche Inhalte online, während nur die Samstagsausgabe weiterhin in gedruckter Form erscheint. Die Umstellung ist Teil einer breiteren Anpassung an sich wandelnde Mediengewohnheiten: Die Redaktion strebt an, 70 Prozent ihrer Print-Abonnent:innen auf digitale Formate umzustellen.

Die letzte werktägliche Ausgabe präsentiert ein einzigartiges Design des Künstlers Christian Jankowski. Seine Arbeit würdigt die Beiträge der Drucker:innen und Mitarbeiter:innen, die die Zeitung über die Jahre geprägt haben. Exemplare dieser finalen Printausgabe sind im taz-Online-Shop erhältlich.

Parallel zum Übergang hat die taz kreative Projekte ins Leben gerufen, um den Moment zu markieren. Ein neu erschienener "auto-fiktionaler Agenten-Thriller" verarbeitet die Vergangenheit der Zeitung in einer Mischung aus Fakt und Fiktion. Zudem wurden 13 Autor:innen beauftragt, Texte über Abschied und Solidarität zu verfassen – Themen, die mit der sich wandelnden Identität der Zeitung verbunden sind.

Der Verzicht auf werktägliche Printausgaben unterstreicht den klaren Fokus der taz auf digitalen Wachstum. Mit den letzten physischen Exemplaren als Sammlerstücke wird sich die Zeitung künftig auf ihre Online-Plattform für tägliche Nachrichten verlassen. Der Wandel umfasst auch Maßnahmen, um Leser:innen durch Abonnement-Übertragungen und besondere künstlerische Kooperationen zu halten.

Quelle